Tierschutz

FDP in Bedburg-Hau möchte Steuer für Tierheim-Hunde senken

In einigen NRW-Städten gibt es bereits niedrigere Steuersätze für Tierschutz-Hunde.

In einigen NRW-Städten gibt es bereits niedrigere Steuersätze für Tierschutz-Hunde.

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Bedburg-Hau.  Halter von Hunden aus dem Tierheim sollen zwei Jahre lang nur die Hälfte der Hundesteuer zahlen. Das schlägt die FDP-Fraktion in Bedburg-Hau vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die FDP-Fraktion im Gemeinderat schlägt vor, für Halter von Tierheim-Hunden in Bedburg-Hau für zwei Jahre die Hundesteuer zu halbieren. Auch sollen ältere Menschen, die Grundsicherung im Alter erhalten, von der Hundesteuer bei einem Hund befreit werden. Der Antrag der Liberalen soll in der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag, 19. November, beraten werden.

Niedrigere Steuersätze für Tierschutz-Hunde gibt es etwa in Duisburg, Bochum, Witten, Willich und Viersen, stellt die FDP fest. „Zunehmend befreien Kommunen Menschen, die sich für einen Hund aus dem Tierheim oder dem Tierschutzverein entscheiden, im ersten Jahr sogar vollständig.“

30 statt 60 Euro Steuern für einen Hund pro Jahr

„Die Vermittlung von Hunden, die sich in einem Tierheim oder im Tierschutz befinden, ist so attraktiv wie möglich zu gestalten, um hier im Sinne des Tierschutzes zu handeln“, meinen der Fraktionsvorsitzende Michael Hendricks und sein Stellvertreter, Marcel Erps. Dies könne leicht durch eine Überarbeitung der aktuellen Hundesteuer-Satzung erreicht werden. Nach Vorschlag der Freidemokraten könnten alle Halter, die einen Hund nachweislich aus einem deutschen Tierheim oder einem deutschen Tierschutzverein übernehmen, für die ersten zwei Jahre zur Hälfte von der Hundesteuer befreit werden.

Wer einen Hund hält, muss in Bedburg-Hau zurzeit 60 Euro pro Jahr zahlen, bei zwei Hunden werden je Tier 75 Euro sowie bei drei oder mehr Hunden 95 Euro pro Tier fällig. Dem FDP-Vorschlag folgend würden Hundehalter also beispielsweise statt wie bisher 60 Euro in den ersten zwei Jahren 30 Euro bei einem Hund zahlen.

Steuerbefreiung für ältere Mitbürger mit Grundsicherung

Darüber hinaus möchte die FDP ältere Menschen, die von der Grundsicherung leben, ganz von der Steuer befreien. „Hunde sind oftmals für ältere Menschen wichtige Sozialpartner, ja manchmal sogar die einzigen Freunde und Begleiter und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Altersvereinsamung“, begründet Marcel Erps.

„Wir sehen in unserer Idee eine Möglichkeit, langfristige Anreize zu schaffen, um einen Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben“, sagt Michael Hendricks. Allerdings solle dies nur für Tiere aus Deutschland gelten, nicht auch für solche aus dem europäischen Ausland. Bei einer höheren Vermittlungsrate könnten zudem insgesamt die Kosten für Tierheime und Tierschutz gesenkt werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben