Kommunalpolitik

Ferdinand Böhmer will Bürgermeister in Kranenburg werden

Wer zieht ins Rathaus von Kranenburg ein?

Wer zieht ins Rathaus von Kranenburg ein?

Foto: Markus van Offern (mvo)

Kranenburg.  Der Kranenburger Kämmerer möchte Bürgermeister werden. Die CDU hat ihn gefragt. Die anderen Parteien bleiben in der Kandidatenfrage noch gelassen.

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Ende Januar hatte sich Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins noch nicht entschieden, ob er 2020 zur Kommunalwahl noch einmal antritt. Zwei Monate später wusste er es. Für den sonst so weit in die Zukunft planenden Mann eine Blitzentscheidung. Der Job mache ihm Spaß, aber man müsse auch wissen, wann Schluss ist, so Steins. Das Amt in der Grenzgemeinde ist beliebt. Allein aus Reihen der CDU signalisierten vier Kandidaten Interesse, die Nachfolge von Steins anzutreten. Einer aus dem Quartett hat sich verabschiedet. Der Kranenburger Jan Theo Baumann (47) will jetzt in der Nachbarkommune Goch Verwaltungschef werden.

Partei wird Kandidaten wählen

Es bleibt offiziell ein Trio. Dazu gehört Christian Kersten (55). Er ist Studiendirektor am Berufskolleg. Seine aktuellen Ambitionen auf den Job hören sich weniger enthusiastisch an, als zu Jahresbeginn. Ganz sachlich erklärt er: „Wir haben in der kommenden Woche eine Gemeindeverbandversammlung. Hier wird festgelegt, wie wir mit dem Thema strategisch weiter umgehen.“

Wesentlich klarer als Kersten erklärt Hans-Ulrich Heiden (57) sein Interesse, Nachfolger von Steins zu werden: „Natürlich habe ich noch Interesse.“ Der Polizeibeamte betont: „Egal was vorher diskutiert oder festgelegt wird. Letztendlich entscheidet die Mitgliederversammlung im November, wen die Partei unterstützt. Gibt es zwei oder mehr Kandidaten, dann muss dort eben gewählt werden.“

Interesse hat auch Ferdinand Böhmer (55) bekundet: „Die CDU hat mich gefragt, und ich würde es machen“, sagte er. Böhmer hat Verwaltungserfahrung, die Finanzen im Blick, andererseits vermittelt er weniger Bürgernähe und Zugänglichkeit als die Gegenkandidaten.

SPD und Grüne noch gelassen

Böhmer bleibt bescheiden: „Ich bin Kandidat und mehr nicht. Für mich geht es wie allen anderen darum, die Wähler zu überzeugen“, betont der Kämmerer.

Die Frage zum Thema Bürgermeisterkandidat können SPD und Bündnis 90/die Grünen nur mit einem achselzuckend beantworten. „Noch ist nichts entschieden. Wir sind nach allen Seiten offen“, sagt SPD-Ortsverbandsvorsitzender Jürgen Franken. Es gab einen Aspiranten, der jedoch wieder Abstand von einer Kandidatur genommen hat. Franken erklärt: „Es gibt viele Faktoren, die eine Rolle spielen, wenn man sich um dieses Amt bewirbt. Wie etwa Familie oder die berufliche Entwicklung.“ Franken selbst ließ bei der Kommunalwahl 2009, als er 41 Prozent der Stimmen erhielt, einen Hauch von Nervosität bei der erfolgsverwöhnten CDU aufkommen. Der Sozialdemokrat ließ offen, ob er selbst antritt.

Die Grünen wollten gemeinsam mit der SPD einen Bewerber unterstützen. Fraktionschef Michael Baumann-Matthäus (60) sagt: „Er wäre ein guter Kandidat gewesen, leider hat er zurückgezogen.“ Vielleicht wird Ferdinand Böhmer auch einer für alle.

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