Lebensmittelüberwachung

Fleisch von Wilke beschäftigt auch den Kreis Kleve

Die Einfahrt zum Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke.

Die Einfahrt zum Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke.

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Kreis Kleve.  Vier Großhändler aus dem Kreis Kleve haben die Wurstwaren des hessischen Produzenten vertrieben. Die Produkte gingen an zahlreiche Restaurants.

Das Fleisch des Produzenten Wilke beschäftigt auch den Kreis Kleve. Auf NRZ-Nachfrage bestätigt Kreissprecherin Ruth Keuken, dass vier Großhändler aus dem Kreis Kleve Produkte des Herstellers vertrieben haben. Die Lebensmittelüberwachung hat gestern direkt Kontakt zu den Händlern aufgenommen.

Die Händler hatten bereits Maßnahmen ergriffen, die Produkte soweit möglich aus dem Verkehr gezogen und die Kunden informiert. Nach Angaben des Kreises haben die Großhändler die Fleischprodukte an zahlreiche kleinere Restaurants etc. weitervertrieben. Die erste Sichtung der Daten habe gezeigt: „Darunter befindet sich alles“, so Ruth Keuken.

Über genauere Zahlen und Angaben verfügt der Kreis noch nicht, da sich bislang die Situation noch sehr unübersichtlich darstelle. Das Amt für Verbraucherschutz aktualisiere fortlaufend die Händlerlisten. Diese müssen dann von der Lebensmittelüberwachung bearbeitet werden: „Wir haben alle verfügbaren Kräfte im Einsatz“, so Keuken.

Auch das Emmericher Krankenhaus war betroffen

Bekannt wurde auch, dass das Emmericher Krankenhaus mit Wilke-Würsten beliefert worden ist. Auch diese wurden sofort aus dem Verkehr gezogen. Gesundheitliche Probleme gab es im Krankenhaus nicht. Krankenhaussprecher Gerd Heiming: „Weil der interne Notfallplan reibungslos funktioniert hat, wurden alle Wilke-Wurstwaren aus den Kühlhäusern genommen, verpackte Ware ging unverzüglich an den Grossisten zurück, offene Ware wurde vernichtet. Von den vorbereiteten Servicewagen fürs Abendessen wurde die Wurst der Firma ebenfalls entfernt.“

Die Lebensmittelüberwachung des Kreises war am Dienstag mit vier Mitarbeitern den ganzen Tag damit beschäftigt, die einzelnen Firmen anzurufen und aufzuklären. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass sie sich noch die ganze Woche mit diesem Thema beschäftigen muss.

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