Weihnachtskonvoi

Freude für die Ärmsten der Armen

Klever Bernhard Sack (2.v.l.) war ehrenamtlich bei der Verteilung der Päckchen in Rumänien dabei.

Klever Bernhard Sack (2.v.l.) war ehrenamtlich bei der Verteilung der Päckchen in Rumänien dabei.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Kreis Kleve.   Der Klever Bernhard Sack begleitete im Dezember einen Hilfskonvoi nach Rumänien. 132 000 Weihnachtspäckchen wurden an arme Kinder verteilt

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Der Weihnachtspäckchenkonvoi 2017 hatte gleich Geschenke in doppelter Hinsicht dabei: Zum einen wurden 132 000 Päckchen mit Geschenken für bedürftige Kinder in entlegene, ländliche osteuropäische Gebiete gebracht. Zum anderen entdeckten die rund 240 ehrenamtlichen Helfer den Geist der Weihnacht für sich neu. Einer von ihnen ist Bernhard Sack aus Kleve. Der junge Geschäftsführer von tel-inform Kleve ist Mitglied des Round Table unterer Niederrhein (Kalkar). Round Table gehört mit weiteren starken Unterstützern zu den Initiatoren des Weihnachtspäckchen-Konvois“ Kinder helfen Kindern“ – eine Aktion, die nun in die 17. Auflage ging.

Und bei der Bernhard Sack auch tatkräftig mit angepackt hat. Vom Sammeln der u.a. Spielzeuge, die deutsche Kinder abgegeben haben, um osteuropäischen, ärmeren Jungen und Mädchen eine Freude zu machen, bis zum Transport und Verteilen der Pakete vor Ort hat er den Konvoi begleitet.

„Es war ein tolles Erlebnis“, schildert Sack die Reise. „Wir haben die Weihnachtsgeschenke in die Waisen- und Krankenhäuser, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten und Schulen in Bulgarien, Moldawien, Rumänien und die Ukraine gebracht.“ Dabei konnte er auch erleben, dass die Spenderkinder in Deutschland Briefe zu ihren Päckchen geschrieben hatten. So schrieb ein Kind: „Ich bin der Fabian und dies ist mein Lieblingsspielzeug, mein Traktor.“ Über den Traktor durfte sich dann ein rumänisches Kind sehr freuen.

Insgesamt waren 29 LKW, sechs Reisebusse und die rund 240 Ehrenamtler unterwegs. Sack war dabei in dem Teil des Konvois, der Rumänien besucht hat. „Die Situation der Kinder vor Ort ist schon heftig. Viele dort haben nichts und sind dennoch aufgeschlossen. Es war schon ergreifend zu sehen, wie zufrieden sie waren“, verrät Sack. „Mit dem Verteilen der Päckchen in Rumänien haben wir viel Freude in ein Land gebracht, wo es nicht viel Freude gibt. Und wir haben uns noch einmal bewusst machen können, wie gut es uns doch hier in Deutschland geht.“

Sein Neujahrswunsch: viel mehr Menschen sollten sich bewusst machen, wie sie in Deutschland leben. Und wie im Vergleich dazu, die meisten Menschen in den oft von bitterster Armut geprägten osteuropäischen Ländern leben müssen. Vor allen Dingen die Kinder. Das sei der Grund für beispielsweise die Round Tabler, sich für die Hilfsaktion zu engagieren. „Wir wollen was bewegen. Außerdem war es auch eine Möglichkeit das Land an der Ostgrenze zu Europa kennen zu lernen, ohne Tourist zu sein.“

Wer die Weihnachtspäckchen-Aktion 2018 ehrenamtlich unterstützen möchte (z.B. als Reisebusfahrer, Begleiter oder LKW-Fahrer), der kann sich an den „Round Table unterer Niederrhein“ wenden, der zweimal monatlich in Kalkar tagt. Kontaktaufnahme über: praesident@rt158.rtd-mail.de

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