Sozialpraktikum

Gaesdonck-Schülerin Nina Wegenaer lernte fürs Leben

Nina Wegenaer, Schülerin des Collegium Augustinianum Gaesdonck, absolvierte ihr Sozialpraktikum im Kindergarten St. Stephanus in Goch-Kessel.

Nina Wegenaer, Schülerin des Collegium Augustinianum Gaesdonck, absolvierte ihr Sozialpraktikum im Kindergarten St. Stephanus in Goch-Kessel.

Foto: Simone Walter

Goch-Kessel.   Nina Wegenaer, Schülerin des Collegium Augustinianum Gaesdonck, absolvierte ihr Sozialpraktikum im Kindergarten St. Stephanus in Kessel.

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Mit Lego-Steinen spielen, auf dem Trampolin springen oder auch mal den ein oder anderen Streit schlichten – all das sind Aufgaben, denen sich Nina Wegenaer stellen musste. Sie ist eine von insgesamt 80 Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums und Internats Collegium Augustinianum Gaesdonck, die kürzlich ihr dreiwöchiges Sozialpraktikum abgeschlossen haben. Nina war im Kindergarten St. Stephanus in Kessel gelandet.

Die Schüler bewältigten das Sozialpraktikum in verschiedenen sozialen Einrichtungen wie Altenheimen, Behindertenwerkstätten, Krankenhäusern, Kindergärten und Hospizen. Die Möglichkeit, eine soziale Einrichtung auszuwählen, hatte Nina – wie auch all ihre Schulkameraden – nicht. „Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Lebensbereichen konfrontiert werden, auf die sie im privaten Bereich nicht stoßen“, so Cornelius Happel. Er ist Teil des Sozialpraktikumsteam und betreute die Schülerinnen und Schüler während ihrer Praktikumszeit. In den drei Wochen besuchte er wie auch die anderen drei Betreuer Dr. Simone Lange, Christian Haumer und Jens Melis die Schüler einmal, um ein zwischenzeitliches Reflexionsgespräch mit ihnen zu führen.

Zufrieden mit dem Praktikumsort

Nina war mit ihrem Praktikumsort zufrieden: „Wir durften zwei Wünsche äußern, wo es hingehen darf, und für mich war es wichtig, dass es die Grundschule oder der Kindergarten wird. Meine Zweitwahl ist es dann zum Glück geworden.“ Sie macht einen fröhlichen Eindruck und bestätigt: „Das Sozialpraktikum hat sich gelohnt!“ Den Wunsch, später Kindergärtnerin zu werden, hegt sie aber nicht. „Ich habe mir eine Zeit lang überlegt, Lehrerin zu werden, aber der Beruf als Kindergärtnerin kommt für mich nicht in Frage. Es ist schön, in den drei Wochen den Beruf näher kennenzulernen, aber es ist auch sehr anstrengend.“

So ähnlich könnte es auch den anderen Schülern ergangen sein, aber dennoch nutzte ein großer Teil das Angebot, um sich für die eigene berufliche Zukunft inspirieren zu lassen. Das bestätigt Lehrerin Dr. Simone Lange, die sich ebenso wie die anderen drei Betreuer für das Sozialpraktikum engagiert und es begleitet: „Wir bekommen immer wieder viele positive Rückmeldungen, bei denen uns bestätigt wird, wie toll sich die Schüler einsetzen. Sicherlich wird das Praktikum auch die spätere Berufswahl beeinflussen. So geht zum Beispiel ein Schüler, der im Krankenhaus arbeitet, bestimmt seinem Wunsch nach, später mal Medizin zu studieren.“

Sozialpraktikum fand zum 19. Mal statt

Bereits zum 19. Mal wurde das Sozialpraktikum durchgeführt und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in den sozialen Bereich und zugleich eine Sensibilisierung für die Arbeit in sozialen Einrichtungen. Beides erhielt auch Nina, die am Anfang verkrampft gewesen sei und dann schnell gemerkt habe, wie neugierig die Kinder sind und dass man ihnen schnell etwas beibringen kann: „Wir hatten einen Trottertag, also einen Ausflug in den Wald, und die Kinder haben mir die ganze Zeit Fragen gestellt, wie zum Beispiel: ,Was ist das für ein Käfer?‘ Ich konnte ihnen immer antworten, denn meistens war es ein Mistkäfer“, sagt sie lachend.

Auch Sonja Eberhardt, Leiterin der Einrichtung, zeigte sich sehr zufrieden mit Nina: „In den drei Wochen waren klare Fortschritte bei Nina erkennbar. Sie war eine tolle Unterstützung für uns und ist sehr kreativ.“ Nicole Richter, die Gruppenleiterin und Praxiseinleitung für Nina, betont, wie pflegeleicht und entlastend sie für die Mitarbeiter gewesen sei.

Zum Abschluss fand ein Reflexionsgespräch mit allen anderen Schülerinnen und Schülern und den vier Betreuern statt. Dort hatten die Schüler zudem die Gelegenheit, die gesammelten Erfahrungen der anderen anzuhören, aufzunehmen – und darüber in den vor der Tür stehenden, wohlverdienten Ferien nachzudenken.

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