Lohn

Finanzielle Einschnitte für Gebäudereiniger im Kreis Kleve

Auch an der Hochschule Rhein Waal

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Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kreis Kleve.   Kündigung des Manteltarifvertrags: Die IG BAU kritisiert, dass Arbeitgeber keine Überstunden-Zuschläge für Gebäudereiniger bezahlen wollen.

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Gebäudereiniger und Gebräudereinigerinnen wehren sich gegen den Griff ins Portemonnaie. Für 1780 Teilzeit-Reinigungskräfte im Kreis Kleve waren bisher Arbeitszeit und Urlaubstage geregelt. Jetzt aber kündigten die Arbeitgeber den Manteltarifvertrag.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU kritisiert das scharf: „Die 45 Reinigungsfirmen im Kreis Kleve können ihnen quasi freihändig Urlaubstage streichen und zusätzliche Arbeitszeiten aufs Auge drücken“, fürchtet die Bezirksvorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein, Karina Pfau. Die Kündigung des Manteltarifvertrages sei „eine Provokation“.

Im Kreis gilt das 1780 Menschen, davon 950 im Minijob

Grund sei, dass die Arbeitgeber bei Überstunden Geld sparen wollten, besonders bei Teilzeitkräften. Der bisherige Rahmentarifvertrag sehe bei Mehrarbeit für Vollzeit-Beschäftigte einen Zuschlag von 25 Prozent des Stundenlohns vor, das gelte laut Bundesarbeitsgericht künftig auch für Teilzeit-Beschäftigte. Im Kreis Kleve arbeiten 1780 Gebäudereiniger*innen und Fensterputzer in Teilzeit, 950 im Minijob.

Die Friedenspflicht zwischen IG BAU und Innungsverband endet am 31. Juli. Bis dahin würden die Beschäftigten ihrem Ärger bei betrieblichen und öffentlichen Aktionen Luft machen – auch im Kreis Kleve.

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