Konzert

Gedenkkonzerte zur Zerstörung der Städte Kleve und Emmerich

Die Städtische Singgemeinde Kleve lädt zu Gedenkkonzerten.

Die Städtische Singgemeinde Kleve lädt zu Gedenkkonzerten.

Foto: Städtische singgemeinde

Kleve.  Städtische Singgemeinde Kleve bringt Fauré, Mauersberger und Mendelssohn-Bartholdy in Klever und Emmericher Kirchen.

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Zwei Gedenkkonzerte plant die Städtische Singgemeinde Kleve anlässlich der Zerstörung der Städte Kleve und Emmerich vor 75 Jahren. Am Samstag, 5. Oktober, um 19 Uhr in der St. Aldegundiskirche Emmerich und am Sonntag, 6. Oktober, um 17 Uhr in der Stiftskirche Kleve werden Werke von Fauré (Requiem), Mauersberger und Mendelssohn-Bartholdy aufgeführt. Der Karten-Vorverkauf hat begonnen.

Im Oktober ertönen in Kleve und Emmerich wieder die Trauerglocken, und mancher fragt sich nach dem Grund für die ernsten Klänge. Bilder der Zerstörung aus dem zweiten Weltkrieg haben sich in das kollektive Gedächtnis eingegraben – jeder kennt die Ruinenbilder aus Berlin, Dresden, Coventry, Hiroshima, dem Ruhrgebiet und eben auch aus Kleve, Emmerich und den Gemeinden am Niederrhein, auch in den Niederlanden, meldet die zweite Vorsitzende der Singgemeinde, Andra Schumann-Gregorius. „Zeitgenossen beschreiben den Schmerz über die Zerstörung der vertrauten Einheit von Schwanenburg und Stiftskirche, die klaffenden Lücken an der Rheinpromenade in Emmerich, das Grau-in Grau der Schuttberge“ und den Wiederaufbau. Begleitet durch das musikalische Erbe von Mauersberger, Mendelssohn-Bartholdy und Fauré könne man sich als Zuhörer und als Ausführende an dringliche, ewige Wahrheiten erinnern.

Trauer und Friedenshoffnung

Die beiden Gedächtniskonzerte beginnen mit drei Werken von Mendelssohn-Bartholdy, in denen Friedenshoffnung, Zuversicht, Tatkraft und Gottvertrauen in hoffnungsvolle Töne umgesetzt werden. Die dann folgende Trauerkantate von Rudolf Mauersberger; dem Kantor der Dresdner Kreuzkirche, wurde unmittelbar nach dem Bombardement der Stadt Dresden komponiert und Karsamstag 1945 in der teilzerstörten Kreuzkirche aufgeführt – kurz nachdem auf dem Altmarkt davor viele tausend Tote verbrannt werden mussten. Seine Musik erspart nicht die tiefe und scheinbar ausweglose Traurigkeit. Im Hauptwerk des Abends, dem Requiem von Fauré, werden Zuhörer aufgefordert, auch beim Läuten der Totenglocken die Klänge des Friedensgeläutes nicht zu überhören.

Mit der Städtischen Singgemeinde Kleve musizieren der Chor der Eltener Stiftskirchenkonzerte, Mitglieder des Kirchenchores St. Christopherus in Emmerich, das Düsseldorfer Orchester Camerata Louis Spohr sowie Philipp Hövelmann an der Orgel mit Gabriele Natrop-Kepser und Hans Scholing als Solisten.

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