Bauausschuss

Geduld für den Griether Markt

Blick auf den Marktplatz in Grieth.

Blick auf den Marktplatz in Grieth.

Foto: Holderberg

Grieth/Niedermörmter.   Gestalterische und funktionale Aufwertung wird geplant. Kalkarer Bauverwaltung: „Wir können das nicht aus dem eigenem Saft heraus bewältigen.“

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Muss der vermutlich baufällige Brunnen denn so groß sein? Bei Niedrigwasser führt er kein Wasser. Es werde chaotisch geparkt. Und: „Welche Pappnase hat den Trafo auf den Markt gestellt“ anno 1985? Der gehöre zurück an die Rheintorstraße. Das sagte Hubert Hell als Griether Bürger im Bauausschuss Kalkar. Rederecht räumte man ihm ein, damit die Verschönerung des Marktplatzes Form annehmen kann.

Ein Bürgerausschuss hatte sich bereits damit beschäftigt. Gestalterische und funktionale Aufwertung soll es geben, sagte Fachbereichsleiter Frank Sundermann. 65 Prozent Förderung sind für die ländliche Neuordnung in diesem Falle möglich, wenn es eine professionelle Entwurfsplanung unter Beteiligung einer Bürgerwerkstatt vorab gibt. Ein Planungsbüro müsse öffentliche Belange, Straßenverkehr, Denkmalschutz vereinen. Geldmittel dafür stehen zwar nicht im Haushaltsplan, das Thema wurde aber schon mal vorsorglich der Kämmerei gemeldet. Würde man bis 2019 den Willen beschließen, könne die Planung Ende November 2019 fertig sein und würde 2020 umgesetzt.

Kostenschätzung und kleiner Workshop

Hubert Hell und auch Forums-Vertreter Dirk Altenburg fragten sich allerdings, ob man nicht mit kleinen Maßnahmen ohne großen Aufwand billiger eine Lösung fände: Abgrenzung durch Poller, Verkehrsführung lenken – nicht vor dem Altenheim parken – Stromkasten versetzen. Vereine hatten bereits ihre handwerkliche Hilfe zugesagt. Sundermann als Fachbereichsleiter Bauen zweifelte: „Ich habe kein Tiefbauamt. Wir können das nicht aus dem eigenem Saft heraus bewältigen.“

Bürgermeisterin Britta Schulz meinte, man müsse abwägen, ob es eine „gescheite Planung“ sein soll, für die es auch Zuschüsse gebe. Allerdings: „Alle Fördermittel brauchen immer auch einen Eigenanteil der Kommune.“ Sundermann sagte eine grobe Kostenschätzung zu und einen kleinen Workshop vor Ort. Hubert Hell versprach Geduld der Griether Bürger: „Eine Lösung muss ja nicht heute sein.“

Planänderung in Niedermörmter

Pläne wurden in Niedermörmter geändert. Nicht eine zweigeschossige Mehrfamilienhausbebauung mit vier Wohneinheiten, sondern drei einzelne Einfamilienhäuser möchte ein Investor an der Ewald-Scholten-Straße/Rheinstraße errichten. Außerdem beantragte der Eigentümer der unbebauten Flächen die bisherige Traufhöhe mit Satteldach von 4,50 Metern auf 6,50 Metern mit Zeltdach zu erhöhen. Verwaltung und Ausschussmehrheit fanden das „städtebaulich vertretbar“, der SPD-Vertreter aus Niedermörmter nicht: eine Gegenstimme, eine Enthaltung. Eine nötige Umweltuntersuchung wegen der Vogelschutzrichtlinien wurde nachgereicht. Vormals drei Meter Grünstreifen wurden darin nun mit Entwässerungsgraben und Hecke zusammen dargestellt.

In Niedermörmter wird an der Rheinstraße, nahe der Kirche, eine Fußgänger-Querungshilfe gebaut. Drei Parkplätze entfallen für Verkehrsinsel und Grünbeete – die man wiederum wegen der freien Sicht brauche.

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