Karneval

Gelungener närrischer Auftakt in Kalkar

In Kalkar freuten sich zahlreiche Jungen und Mädchen auf den Altweiber-Umzug.Diese hier vom Kolping-Kindergarten machten aktiv mit.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

In Kalkar freuten sich zahlreiche Jungen und Mädchen auf den Altweiber-Umzug.Diese hier vom Kolping-Kindergarten machten aktiv mit. Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Kalkar.   Altweiberumzug und Rathaussturm in Kalkar zogen zahlreiche Zuschauer an. Die Sonne lachte mit den Jecken in der Kälte um die Wette.

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Kalkarer Schlafmützen? Von wegen – „Bürgernähe trotz Paragrafen: helle, wach und ausgeschlafen!“ Das hatte sich das Verwaltungsteam auf den Umzugswagen geschrieben, der beim Altweiberumzug durch die Nicolaistadt zog. Schon Søren Kierkegaard hat’s gewusst: „Schlafen ist die höchste Genialität.“ Dachte sich wohl auch die Schlafmütze auf der Erbse, alias Bürgermeisterin Britta Schulz, die den Rathaussturm ausliegen wollte. Vergebens. War wohl ein Nickerchen zuviel. Die Kalkarer Karnevalsgesellschaft (KKG) mit Paul Jamin an der Spitze und am Mikro konnte sich den Schlüssel bis Aschermittwoch zu Kalkars guter Stube im Sturm erobern.

Ebenfalls im Sturm eroberten die aktiven Zugteilnehmer die Herzen der Zuschauer schon vor dem Schlüsselraub. Angefangen vom nagelneuen KKG-Senatswagen waren es auch wieder die fantasievollen Kostüme der zahlreichen Fußgruppen, die begeisterten. Beispielsweise die bonbonbunten Kinder vom Kolping-Kindergarten aus Altkalkar. Das Team Rennpappe hatte den Trabbi, der ebenfalls schon traditionell am Zug teilnimmt, zum bunten Piratenschiff umgebaut. Sehenswert auch die Gruppe Smits. Hier hatten sich Eltern und Kinder als Cowboys in die rollende Salon-Bar geschwungen.

„Come to the dark side – we have Cookies“

Unüberhörbar auch im zehnten Jahr ihres Mitziehens: Die Fraggles auf dem mächtig-lauten Fragglewagen. Ein Geheimnis blieb das Motto der Kalkarer Messdiener: „Come to the dark side – we have Cookies“ ließen sie ihre Krümelmonster sagen. Keine Frage, dass auch sämtliche KKG-Kompanien und der Elferrat sowie die Elferratsfrauen stimmungsvoll den Zug bereicherten. Ebenso wie GKG und Musikzug. Die Bürgerschützen aus Altkalkar versprachen als Feierwehr nur „Hausbesuche nach telefonischer Absprache unter 112“. Die „echte“ Freiwillige Feuerwehr Kalkar gab gemeinsam mit der Polizei und einigen Freiwilligen wieder Geleitschutz und sicherte den Zugweg ab, damit niemand ernsthaft unter die Räder kam.

Alles in allem ein durchweg gelungener närrischer Auftakt, der für viele nur einen Wermutstropfen hatte: Die seit vielen, vielen Jahren traditionelle Möhneballveranstaltung in der Kalkarer Kaserne ist vermutlich Geschichte. Stattdessen mussten die Feierwütigen in die Bürgerbegegnungsstätte Altkalkar oder ins Wunderland ausweichen. Helau!

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