Schule

Gesamtschule Kleve macht Abitur

Gesamtschule 1, Rindern, Kleve, Eichenallee. v..l. Marcus Kohlen (Abteilungsleiter Klassen 9 und 10), Stefan Püplichuisen (Didaktischer Leiter), Dr. Rose Wecker (Schulleiterin), Ute Overbeek (Beratungslehrerin Oberstufe), Stephan Devriel (Beratungslehrer Oberstufe)

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Gesamtschule 1, Rindern, Kleve, Eichenallee. v..l. Marcus Kohlen (Abteilungsleiter Klassen 9 und 10), Stefan Püplichuisen (Didaktischer Leiter), Dr. Rose Wecker (Schulleiterin), Ute Overbeek (Beratungslehrerin Oberstufe), Stephan Devriel (Beratungslehrer Oberstufe) Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Sport im Abitur, Niederländisch-Leistungskurs und Psychologie als Unterrichtsfach: Die Oberstufe der Gesamtschule geht bald an den Start.

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„Die Gesamtschule Kleve macht Abitur“, kündigt das Team an der Eichenallee 1 in Kleve-Rindern an. Nach dem Start der Fünfer in 2012 beginnt nun die erste Oberstufe. Mehr als die Hälfte der Lehrer hat Sek.II-Befähigung und deshalb ist das Fächerangebot für Leistungskurse sehr breit. So wird die Gesamtschule Kleve 1 die einzige in der Region sein, die Sport als Grundkurs und als Leistungsfach im Abitur anbieten kann.

Bevor die zweite Turnhalle gebaut ist, soll es eine Kooperation mit dem benachbarten Sportstudio Allround-Sports und/oder dem Konrad-Adenauer-Gymnasium geben.

70 bis 80 von 165 Zehntklässlern in die Oberstufe

Niederländisch gibt es attraktiv im Leistungskurs, Einsteigerkurs und bilingual. Profilieren wolle man sich mit dem Fächerangebot für die Oberstufe u.a. auch in der Gesellschaftslehre (Geschichte, Sowi, Erdkunde, Pädagogik sogar Psychologie) und Naturwissenschaften (Mathe, Physik, Bio, Chemie und Informatik).

Mit Stolz blickt das Leitungsteam der Gesamtschule auf die Schüler/innen der heutigen 10. Klasse. Für 22 von ihnen hatten die Grundschulen eine gymnasiale Laufbahn vorhergesagt (zehn recht sicher, zwölf eingeschränkt) – tatsächlich sind es nun zwischen 70 und 80, die die Qualifikation für den Weg zum Abitur in der Tasche haben.

Höherer Abschluss als erwartet

Für 56 Kinder war ein Realschulabschluss und 18 eingeschränkt Realschulfähigkeit prognostiziert worden, 69 würden wohl die Hauptschule machen. Tatsächlich bekommen 55 den Realschulabschluss und 40 gehen mit Hauptschulreife in die berufliche Ausbildung (also 25 % statt 50 %). Viele „haben wir damit zu einem höheren Bildungsabschluss geführt“, als zu erwarten war, freut sich Schulleiterin Dr. Rose Wecker.

Die gute Durchmischung von Anfang an auch mit Gymnasialkindern habe zu diesem produktiven „Voneinander und Miteinander“ geführt. Die Schulzeit „ohne Frustrationserlebnis“ eines Schulwechsels zu durchlaufen, „ist die große Stärke der Gesamtschule“, so Didaktischer Leiter Stefan Püplichuisen. „Das Gefühl“, dass es sich so entwickele, habe er auch schon vor zwei Jahren gehabt, nun könne man es belegen, sagt Püplichuisen. In den Klassen 9 und 10 erhalten die Eltern jedes Vierteljahr Rückmeldung über den genauen Leistungsstand der Kinder.

Projektkurse an Fächer gekoppelt

Herausforderndes Lernen für die starken Schüler, Berufsvorbereitung für jene auf mittlerem Bildungsniveau gehören zur individuellen Förderung. Nach Schwerpunkten z.B. Technik, Gesundheit, Wirtschaft lernen die einen theoretisch und dann ein Quartal lang wöchentlich in Betrieben, was Arbeitsleben bedeutet, während Gymnasiasten mit schwierigen Problemstellungen gefordert werden, beschreibt Marcus Kohlen (Abteilungsleiter Klassen 9-10).

Das reformorientierte Bausteinsystem des selbstständigen Arbeitens lernen die Kinder ab der 5. Klasse. Auch in der Oberstufe werden Projektkurse an Fächer gekoppelt, dass Jugendliche interessensgeleitet und stärkenorientiert an ihr Können anknüpfen, sagt Stephan Devriel, Beratungslehrer für die Oberstufe (und einer der Sportlehrer). Anders herum bekommen Oberstufenschüler auch Vertiefungsangebote unabhängig von der Abi-Benotung.

Teamfähigkeit und lösungsorientiertes Arbeiten

Püplichuisen betont: Ob an der Uni, in DAX-Unternehmen oder beim Handwerksbetrieb vor Ort seien Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und lösungsorientiertes Arbeiten die wichtigsten Fähigkeiten, Kinder fit für die Zukunft und die „global goals der UN“ zu machen.

Ute Overbeek, vormals Lehrerin an der geschlossenen Realschule Hoffmannallee und nun im Gesamtschulteam (Sek II) sagt: „Ich bin beeindruckt. Alle versuchen hier wirklich, dass jeder Schüler das Beste aus sich macht.“

An der Landwehr in den dreistöckigen Trakt des bisherigen Interims-Rathauses wird die Oberstufe einziehen. Der Umbau läuft. Jede Klasse erhält digitale Ausstattung. „Ein super Einstieg“, dankt Rose Wecker der Stadtverwaltung Kleve.

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