Pandahaus

Getrennte Schlafzimmer für Pandas im Klever Tierpark

Die Pandabären im Tiergarten Kleve: Das Embricana spendete Schlafhäuschen, Futterbar und übernahm eine Patenschaft für Bärin Xena.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Die Pandabären im Tiergarten Kleve: Das Embricana spendete Schlafhäuschen, Futterbar und übernahm eine Patenschaft für Bärin Xena. Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Kleve.   Die Katzenbären im Tiergarten Kleve bekamen bessere Ausstattung

Die sechsjährige Xena sitzt neugierig auf dem Dach ihrer neuen Schlafbox. Gemeinsam mit ihrem Partner Spike (5) profitiert der Kleine Panda (auch Roter Panda oder Katzenbär genannt) im Tiergarten Kleve von einer Spende der Embricana Freizeit- und Sport GmbH aus Emmerich.

Verbunden mit einer Patenschaft und der Stiftung einer „Panda-Futterbar“ konnte so das Gehege der hübschen Tiere aufgewertet werden. Marco Hortz, Embricana Betriebsleiter, übergab die neue „Einrichtung“ gestern offiziell dem Tiergarten-Betriebsleiter Dietmar Cornelissen und verriet, dass die kleinen Pandas – zumindest als Gemälde – auch Einzug ins Foyer des Embricanas gehalten haben. „Außerdem haben wir im Embricana in Emmerich ja auch eine ganz neue Pandabar.“ Die steht jetzt in Miniatur als Futterplatz auch im Pandagehege. Der begehrte Bambus wird dort gereicht.

Xena (sie ist eine Italienerin) und Spike (ein ‘Nederlandse Jong’) nahmen sie auch artig zum Pressetermin an und freuten sich über ihre harte grüne Lieblingsspeise.

Cornelissen zu seinen Pandas: „Sie sehen echt niedlich aus, aber es sind keine Kuscheltiere. Es sind Raubtiere. Aber mittlerweile sind sie eher Vegetarier. Fressen Bambus, Obst, Gemüse und nur ungern mal ein Ei oder etwas Geflügel.“ Sogar die Backenzähne haben sich auf die veränderten Ernährungsgewohnheiten dieser Tierart eingestellt und werden mehr und mehr zu Mahlzähnen.

Zu Hause sind die kleinen Bären eigentlich in den Bambuswäldern in Südwestchina, wo sie vom Aussterben bedroht sind. Deshalb wird der Erhalt der Art in Tiergärten und Zoos vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm koordiniert, an dem auch der Tiergarten Kleve beteiligt ist.

„Mit Xena und Spikes Vorgängern Harfa und Popey hat die Zucht einige Male sehr erfolgreich funktioniert“, erinnert sich Cornelissen gerne an das alte Katzenbärenpaar, dass mit 17 Jahren an Altersschwäche starb. „Die beiden Nachfolger sind nun auch schon seit 2012 (Xena) und 2013 (Spike) hier, aber da tut sich noch nichts“, ergänzt der Betriebsleiter.

Kleine Pandabären sind da wie ihre großen Vettern – eher zurückhaltend, Einzelgänger eben. Nur in der kurzen Paarungszeit im Februar lassen sie die Nähe eines Partners zu. Und wer weiß – vielleicht dauert es einfach seine Zeit, bis sich die aus Italien stammende Xenia mit einem bodenständigen niederländischen Vertreter von der Nordseeküste zusammentut.

Aber eben weil beide gerne Distanz zueinander halten ist die neue Schlafbox eine Bereicherung. Denn darin können die Tiere ihrem Bedürfnis nach getrennten Schlafzimmern nachkommen – die Box hat zwei Kammern.

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