Karnevalsumzug Goch

Glasscherben sind nicht lustig

Glasscherben sind beim Gocher Karnevalszug ein Problem

Foto: Andreas Daams

Glasscherben sind beim Gocher Karnevalszug ein Problem Foto: Andreas Daams

Goch.   Der Gocher Rosenmontagszug ist etwas kleiner als sonst. Dieses Jahr sollen Teilnehmer und Besucher möglichst auf Glasflaschen verzichten

Gleich drei Polizeiwagen mussten letztes Jahr beim Gocher Rosenmontagszug dran glauben: Reifen kaputt. Der Grund: Glassplitter. Sogenannte Narren werfen Flaschen auf den Boden und finden das lustig. „Wir haben jedes Jahr Verletzte durch Glas“, berichtet Jürgen Münnekhoff, Einsatzleiter der Polizei beim Gocher Rosenmontagszug. Besonders gefährlich sind kleine Fläschchen, die von den schweren Traktorreifen beim Fahren zur Seite geschleudert werden: „Die sind wie Geschosse“, sagt Münnekhoff.

Aus diesem Grund hat das Festkomitee Gocher Karneval Konsequenzen gezogen. Aber keine schweren wie in Mönchengladbach, wo Glasflaschen während des Zuges verboten sind. In Goch behilft man sich mit drei Maßnahmen. Der Entsorgungsbetrieb Schönmackers hat zehn Spezialtonnen für Glasabfälle bereitgestellt, die an der Nierswelle zum Einsatz kommen sollen. „Dort war bislang der Brennpunkt“, sagt Frank Bömler vom Festkomitee. Zweite Maßnahme: Dem Zug fährt eine Kehrmaschine voraus. „Gerade für die Tanzgarden ist es sehr unangenehm, auf Glassplittern zu laufen“, erklärt er. So soll nun mithilfe der Kehrmaschine schon einiges Glas vom Asphalt aufgesaugt werden.

Die dritte Maßnahme ist ein Appell: „Wir möchten alle Zugteilnehmer, Anwohner und Besucher darum bitten, auf Glas zu verzichten“, sagt Bömler. Dieses Jahr will das Komitee sich noch einmal anschauen, wie es in Sachen Glas läuft. Verbote möchte Frank Bömler möglichst vermeiden: „Die Auflagen sind ja eh für alle schon extrem hoch.“ Weshalb statt wie einstmals 120 bis 130 Zugnummern in diesem Jahr nur 81 mit von der Partie sind. Zu 16 Wagen gesellen sich 21 Fußgruppen, 31 Tanzgarden und acht Musikkapellen. „Auf die Vielzahl der Tanzgarden sind wir sehr stolz“, sagt Zugleiter Andreas Strötges. Mit dabei ist auch eine Musikkapelle aus den Niederlanden, die ihren eigenen Wagen mitbringt – die anderen gehen am Montag zu Fuß.

Einige Änderungen betreffen den Zugablauf. Der Zug beginnt am Rosenmontag um 14.11 Uhr im Bereich Mühlenstraße/Adolph-Kolping-Straße. Dann geht es am Rathaus vorbei zum Marktplatz, am Steintor vorbei zum Bahnhof. Am Kreisverkehr geht es in die Brückenstraße, die bisherige Verlängerung durch die Gerberstraße entfällt. Um den Abbau zu entzerren, hat man den ehemaligen Netto-Parkplatz an der Weezer Straße als zweiten Abladeplatz neben dem Gebiet um Poorte Jäntje bereitgestellt. Dort findet sich auch ein weiterer großer Papiercontainer für das Abräumen der Wagen.

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