Wohnungsbau

Goch: 140 neue Wohneinheiten für Neu-See-Land

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Links oben in diesem Luftbild liegt der Teil F von Neu-See-Land. Das Foto ist aus dem November 2020.

Links oben in diesem Luftbild liegt der Teil F von Neu-See-Land. Das Foto ist aus dem November 2020.

Foto: Torsten Matenaers / Stadt Goch

Goch.  Mehrgeschossbauten, Reihen- und Punkthäuser, Tiefgaragen und viel Grün: Der Bebauungsplan für den letzten Teil in Neu-See-Land liegt vor.

Es ist der Abschluss eines Gocher Großprojektes: Stadtbaurat Dominik Bulinski stellte im Bau- und Planungsausschuss den Bebauungsplan für den letzten Teil des Neubaugebietes Neu-See-Land vor. In Teil F sollen bis zu 140 Wohneinheiten in Mehrgeschossbauten sowie Reihen- und Punkthäusern entstehen. Die Fläche südöstlich des künstlich angelegten Sees gibt Möglichkeiten für privaten und öffentlich geförderten Wohnungsbau. Markant ist der bis zu 15 bis 20 Meter breite Grünzug, der das Gebiet ökologisch aufwerten soll. Bulinski sprach von einer „grünen Lunge“, die das Mikroklima stärke.

Für die mehrgeschossigen Häuser im Norden des Teilbereichs sind begrünte Flachdächer vorgeschrieben. Anders als noch im 2012 verabschiedeten Rahmenplan für Neu-See-Land vorgesehen, fällt dort die große Stellplatzfläche weg. Stattdessen werden Tiefgaragen geplant. „Wir wollen, dass die Autos aus dem Blickfeld verschwinden“, sagte Dominik Bulinski. Eine weitläufige Fläche wird als verkehrsberuhigter Bereich geplant. Bei den sieben Punkthäusern und der Reihenhausbebauung entlang der Pfalzdorfer Straße sind oberirdische Stellplätze bzw. Garagen möglich.

Aus dem Ausschuss gab es für den Entwurf einhelliges Lob und einen einstimmigen Beschluss zur Offenlage. Der Vorsitzende Jürgen Vennmanns (BFG) bezeichnete ihn als „gelungene Abrundung mit pfiffigen Ideen und neuen Aspekten“. Auf Nachfrage stellte Wolfgang Jansen, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft „GO!“, in Aussicht, eine halböffentliche Fläche für die Modellbauer zu schaffen, die ihre Boote im buchtähnlichen Seebereich fahren lassen.

Drei weitere Wohnbauprojekte

Auch an anderen Stellen im Gocher Stadtgebiet kam die Bauleitplanung einige Schritte voran. So fasste der Bau- und Planungsausschuss einstimmig den Beschluss zur Aufstellung und Offenlage eines Bebauungsplans für die Bovenheide in Pfalzdorf. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des bestehenden Wohngebiets um bis zu 22 Wohneinheiten in Doppel- und Reihenhäusern. Zentral soll ein Spielplatz errichtet werden.

Bereits der Abwägungs- und Satzungsbeschluss stand für die Änderung des Bebauungsplans an der Moyländer Straße an. Nun, da der Erschließungsvertrag abgeschlossen ist, können bei einem positiven Ratsbeschluss am 14. Dezember auf der aufgegebenen Spielplatzfläche zehn Wohneinheiten in Einzel- und Doppelhäusern entstehen.

Zudem hat der Ausschuss einem Antrag entsprochen, der die Aufstellung eines Bebauungsplans für zwei Mehrfamilienhäuser á acht Wohnungen in zweiter Reihe an der Waterkuhlstraße in Pfalzdorf vorsieht. Stadtbaurat Dominik Bulinski betonte dabei die langfristige Perspektive für den Wohnungsbau in diesem Gebiet. Denn das Bauvorhaben soll nur realisiert werden dürfen, wenn der Investor gleichzeitig eine Anbindung an das dahinter liegende Flurstück schafft. Denn dort sieht die Stadt Goch für die Zukunft weiteres Potenzial für den Wohnungsbau. Dies sei ein erster großer Schritt zur Erschließung des Infields, also des Innenbereichs, sagte Bulinski.

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