Rettungsaktion

Goch: Feuerwehr rettet kalbendes Rind aus der Niers

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Die Feuerwehr Goch rettete ein kalbendes Hochlandrind, das in der Niers zu ertrinken drohte.

Die Feuerwehr Goch rettete ein kalbendes Hochlandrind, das in der Niers zu ertrinken drohte.

Foto: Torsten Matenaers / Feuerwehr Goch

Goch.  Rettungsaktion in der Niers: Feuerwehrleute retten ein kalbendes Hochlandrind aus dem Wasser. Das Tier muss später jedoch eingeschläfert werden.

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Goch haben am Montagabend, 3. Mai, ein kalbendes Hochlandrind aus der Niers bei Hommersum gerettet. Spaziergänger hatten zuvor bemerkt und gemeldet, dass sich im Fluss am Klockschen Weg ein Rind befinde und nicht mehr selbstständig das Ufer erreichen könne. Das Tier – ein Hochlandrind, offenbar von einer Herde der gegenüberliegenden niederländischen Landseite – drohte zu ertrinken. Dies verhinderten die Helfer mit einer dramatischen Rettungsaktion. Doch am Dienstagnachmittag teilte die Feuerwehr mit, dass ein Tierarzt das Muttertier einschläfern musste.

Mit einem Schlauchboot, das Anwohner zur Verfügung gestellt hatten, setzten die Einsatzkräfte zu der Kuh über. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste: Das Tier war trächtig und hatte im Wasser begonnen zu kalben. „Dies hat das Jungtier leider nicht überlebt und befand sich größtenteils während der gesamten Rettungsaktion noch im Mutterleib“, so die Feuerwehr. Wohl auch aus diesem Grund wurde das Muttertier zunehmend schwächer. Das Rind musste gegen die Flussströmung zu einer flacheren Uferstelle geführt und dort mit vereinten Kräften an Land gezogen werden. Vermutlich war es an dieser Stelle auch ins Wasser geraten.

Feuerwehrleute entbinden das Tier

Der zwischenzeitlich eingetroffene niederländische Besitzer bemühte sich vergeblich, einen Tierarzt zu verständigen. Doch die Entbindung musste dringend beendet werden, um der Mutterkuh eine Überlebenschance zu geben. Da unter den Einsatzkräften fachkundige Landwirte waren, konnte die Feuerwehr auch hier helfen und das Tier entbinden. „Es erholte sich letztlich zusehends von der Strapaze“, berichtete die Feuerwehr am Dienstagmorgen. Einige Stunden später erfuhr sie von der doch notwendigen Einschläferung.

Im Einsatz waren knapp 30 Kräfte der Löschgruppen Hommersum und Hassum. Auch die Feuerwache 2 Stadtmitte war mit zwei Fahrzeugen und einem Schlauchboot ausgerückt. Sie brauchte jedoch nicht tätig zu werden, weil ein Anwohner bereits das Schlauchboot zur Verfügung gestellt hatte. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandinspektor Georg Binn.

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