Karneval

Gocher Feuerwehr brannte die Hütte nieder

Das Gocher Prinzenpaar hält den Schlüssel in den Händen.

Foto: eve

Das Gocher Prinzenpaar hält den Schlüssel in den Händen. Foto: eve

Goch.   Der geballten Narrenmacht hatte Bürgermeister Ulrich Knickrehm nicht viel entgegenzusetzen

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Wer sich über die Brückenstraße, wo jede Menge rote Großfahrzeuge standen, dem späteren Ort des Geschehens näherte, der ahnte schon, dass die Feuerwehr sich nicht lumpen lassen würde: Wer könnte besser geeignet sein, den Widerstand der Stadtoberen zu brechen, als die Herren über das ganz große Angriffs-Besteck? Wer sich mit Löschfahrzeugen, Rüstwagen und technischen Geräten fast aller Art auskennt, der lässt sich nicht von ein paar biederen Anzugträgern auf einer kleinen Bühne ins Bockshorn jagen. Da mochten der Rathaus-Chef und seine Ratsleute, verstärkt um die braven RZK-Mitglieder, noch so zuversichtlich über ihre Untertanen hinweg blicken – es war abzusehen, dass sie den Kürzeren ziehen würden. Daran hatte auch Moderator Josef Hondong keine Zweifel, schließlich begleitet er die Karnevalisten seit Jahrzehnten und weiß, wer spätestens ab dem Möhneball das Sagen in der Stadt hat. Und weil der Gocher Bürgermeister selbst im Festkomitee Gocher Karneval aktiv ist, kann er kaum gehofft haben, den Schlüssel der Stadtverwaltung behalten zu dürfen.

Bevor aber die Feuerwehr alle Register ihres Könnens zog, durften sich erst die übrigen Karnevalsvereine und –abteilungen präsentieren. Ein ganzer Marktplatz voller begeisterter Zuschauer gab ihnen die Ehre, applaudierte, tanzte, schunkelte und unterstützte „K6“ beim Singen der aktuellen Karnevalslieder. Kalte Füße waren nicht zu vermeiden, aber immerhin blieben Hüte und Perücken trocken – ein super Auftakt zu den tollen Tagen.

Der Fanfarenzug Pfalzdorf zog der Narren-Armada voraus, ihn verfolgten die Vrouwenpoort, der Club der Pferdefreunde, die IPK Pfalzdorf. Mal wurden die Tanzgruppen, mal die Musiker, dann die Gardisten vorgestellt, Vorsitzende, Dirigenten und Tanzlehrerinnen begrüßt, die Kleinsten hofiert, die Großen gewürdigt – Josef Hondong war in seinem Element.

Ob Kolping in schwarz-gelb, die schwarz-roten Viktoria-Truppen, das kräftige Grün von Concordia, die traumhaften rot-weißen Mädels von Mini bis ausgewachsen, die Freunde aus Asperden, Kessel, Pfalzdorf oder Hülm-Helsum: Sie alle gehören zum Gocher Karneval und machten an diesem Samstag schließlich Platz für den ganz großen blau-weißen Ansturm, der mit Blaulicht und Sirenen daher kam.

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