Verkaufsoffener Sonntag in Goch

Gocher Geschäfte öffnen am Adventssonntag

In der Adventszeit wird es in Goch einen verkaufsoffenen Sonntag geben.

In der Adventszeit wird es in Goch einen verkaufsoffenen Sonntag geben.

Goch.   Am 17. Dezember dürfen die Gocher Händler zum Weihnachtsmarkt ihre Türen öffnen. Auch am 29. Oktober ist zum Herbstfest „Goch genießen“ verkaufsoffen.

Einstimmig beschloss der Rat der Stadt Goch, den verkaufsoffenen Sonntag am 17. Dezember anlässlich des Weihnachtsmarktes mit einer Verordnung zu erlauben. Gleiches gilt für Sonntag, 29. Oktober, an dem während der Herbstkirmes das Fest „Goch genießen“ stattfindet.

Unklare Rechtslage

Angesichts der weiterhin unklaren Rechtslage müssen die Kommunen für verkaufsoffene Sonntage derzeit gesonderte Einzelverordnungen erlassen. „Wir warten immer noch auf eine Mustersatzung durch die neue Landesregierung und den Gemeinde- und Städtebund“, sagte Bürgermeister Ulrich Knickrehm.

Damit die sonntags geöffneten Läden, wie von den Verwaltungsgerichten gefordert, Anhängsel sind, wird der Werbering Goch sein Programm für den Weihnachtsmarkt am dritten Adventssonntag deutlich erweitern.

Neben Büdchen, Eisstockschießbahn und Bühne auf dem Marktplatz weiten sich die Aktionen in das Innenstadtumfeld aus.

Auf der weihnachtlich beleuchteten Stein-, Voß- und Frauenstraße gibt es Lesungen und teilweise Glühweinstände. Dort spielen auch „Turmbläser“ auf Balkonen Weihnachtslieder. Auf dem Blumenplatz läuft „Die Feuerzangenbowle“ im Open-Air-Kino, während im Goli-Theater Kinderfilme gezeigt werden.

Ausstellungen

Besucher können sich zudem im Fünf-Ringe-Haus eine große Weihnachts- und Krippenausstellung anschauen.

Der Werbering rechnet mit rund 18 000 Besuchern am 17. Dezember. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat keine Bedenken gegen die Gocher Pläne geäußert.

Ums Geld ging es bei der kontroversen Diskussion über die Anfang des Jahres vom Land eingeführten Aufwandsentschädigungen für Ausschussvorsitzende. Die ZIG-Fraktion hatte beantragt, die Vorsitzenden der selten zusammenkommenden Kultur-, Schul-, Sport-, Sozial- und Seniorenausschüsse von der monatlichen Zahlung der derzeit 310 Euro auszunehmen. „Ich sehe nicht, dass der Aufwand die Entschädigung rechtfertigen würde. Die Stadt sollte keine Steuergelder von Gocher Bürgern verschwenden“, sagte ZIG-Fraktionsvorsitzender Ludwig Kade.

Ausschüsse verschiedener Klassen

Willi Ratsak (SPD) tat dies als „Polemik“ ab. „Diese Entscheidung würde Ausschüsse erster und zweiter Klasse schaffen und der Arbeit der Vorsitzenden nicht gerecht werden“, argumentierte er. Auch die CDU stimmte gegen den Antrag, der wiederum von BFG und Grünen unterstützt wurde. Das reichte jedoch nicht, um die Hauptsatzung zu ändern.

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