Kultur

Govert Flinck als Handpuppe

Kinder präsentieren ihre Werke im Rahmen des Projekts "Schule.Kunst.Museum" im Kurhaus Museum Kleve.

Kinder präsentieren ihre Werke im Rahmen des Projekts "Schule.Kunst.Museum" im Kurhaus Museum Kleve.

Foto: NRZ

Kleve.   Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Schule. Kunst. Museum.“ präsentieren die Schüler am Wochenende ihre Werke im Museum Kurhaus Kleve

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sichtlich stolz hält Merit Lachmann eine prächtige Handpuppe in die Höhe. Ein roter Samtmantel, Mühlsteinkragen, ein nachdenklicher Ausdruck in den Gesichtszügen der Puppe – der Kunstliebhaber erkennt, wem die Puppe auf Merits Arm verblüffend ähnlich sieht: Dem Maler Govert Flinck, mit dem sich die Schüler im Kunstunterricht ausgiebig beschäftigt haben. 29 Puppen haben die Schüler der Klasse 5a am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in mühevoller Handarbeit im Kunstunterricht angefertigt.

„Die Köpfe haben wir aus Pappmaché gemacht“, erzählt Merit. Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist eine von sechs Klever Schulen, die an „Schule.Kunst.Museum“, teilnehmen, einem Kooperationsprojekt zwischen dem Kurhaus Museum Kleve und den Schulen, das in diesem Jahr zum 14. Mal über die Bühne geht.

Neben dem Freiherr-von-Stein-Gymnasium sind diesmal die Ganztagsrealschule an der Hoffmannallee, die Gesamtschule Kleve, die Karl-Kisters-Realschule, das Konrad-Adenauer-Gymnasium sowie die Sekundarschule Kleve beteiligt. Dabei arbeiten die Schüler thematisch zu vier Ausstellungen im Museum Kurhaus: Dies sind aktuell Ewald Mataré – die Berliner Jahre, Et in Arcadia Ego – Weltchaos und Idylle, Govert Flinck – Reflecting History sowie Stephen Prina – galesburg, illinois.

Vom „Selfie“ über Malerei und Fotografie haben die Schüler sich in vielfältiger Weise mit dem Thema Porträt beschäftigt und beispielsweise ihre Vorstellungen vom Paradies beschrieben.

Eine originelle Idee hatte etwa auch eine Klasse der Karl-Kisters-Realschule zum Thema Govert Flinck: Optisch nah am historischen Original haben die Schüler Fächer, Gürtel und Kopfschmuck gebastelt und sich mit den Kostümen entsprechend in Szene gesetzt. Dabei sind eindrucksvolle Aufnahmen entstanden, die bei im Rahmen der Ausstellung am Samstag und Sonntag, 23. und 24. April, im Museum Kurhaus zu sehen sein werden.

„Es ist immer wieder toll zu sehen, was für Ideen im Laufe eines Schuljahres entstanden sind und wie viel Kreativität die Schülerinnen und Schüler bei dem Projekt an den Tag legen“, sagt Professor Harald Kunde, Direktor des Museum Kurhaus Kleve. Über die Jahre hat sich „Schule.Kunst Museum“ als Motor für beide Seiten als fruchtbare Zusammenarbeit erwiesen. „Für uns ist das auch ein guter Weg, um Kindern spielerisch einen Zugang zu Kunst zu ermöglichen und sie an das Museum heranzuführen“, erklärt Valentina Vlasic, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Museum Kurhaus Kleve und verspricht: „Am Wochenende wird es hier rappelvoll.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben