Freizeitpark

Größeres Irrland öffnet bald seine Tore für die Besucher

Foto: WAZ FotoPool

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Kevelaer-Twisteden.Jose Tebartz van Elst steht mitten zwischen Baggern, Sandhaufen, Bauarbeitern, Malern und halbfertigen Büros. Die Arbeit nimmt kein Ende, dabei sind es nur noch zweieinhalb Wochen, bis Irrland in Kevelaer-Twisteden seine Tore öffnet.

Jose Tebartz van Elst (Foto oben) sagt es nicht gerne laut: Sie würde gerne mal drei Tage lang schweigen. Ein Kloster aufsuchen, beten und nichts sagen. Die Ruhe genießen, den Trubel hinter sich lassen und Kraft tanken. Das wär doch was. Zurzeit ist das für die 46-Jährige ein unerreichbarer Wunsch.

Jose Tebartz van Elst, die gemeinsam mit ihrem Mann Johannes den Park seit zwölf Jahren betreibt, hat sich für dieses Jahr besonders viel vorgenommen: Vor ein paar Monaten haben sie den benachbarten Vogelpark Plantaria gekauft, der jetzt in ihre Kinderspielwelt integriert wird: „Eine Herkulesaufgabe“, sagt Jose Tebartz van Elst.

Fläche verdoppelt sich

In der Tat: Die Fläche von Irrland verdoppelt sich durch die Einverleibung des Vogelparks nahezu. Auf 20 Hektar können die Kinder toben und ihre Eltern Ruhe tanken - oder ebenfalls im Sandbad schwimmen. Die Familie Tebartz van Elst will an ihrem Konzept festhalten: „Hier wird kein Kind bespielt, sondern es muss selbst aktiv werden“, sagt die Mutter von vier Kindern (12, 14, 16 und 18 Jahre alt), die tatkräftig am Konzept des Parks mitgearbeitet haben: „Das waren unsere wichtigsten Ratgeber“, sagt die 46-Jährige.

Wer mit seinen Kindern schon mal im Irrland war, der weiß, was ihn erwartet: Hier darf nach Herzenslust gematscht werden, hier gibt es viele Wasser- und Sandspielplätze, Hüpfburgen, XXL-Rutschen und Klettertürme. Kettcars, Traktoren und Bagger stehen zur Verfügung. Im Maisschwimmbad kann man sich austoben, in der Schlammschlacht-Arena vollmatschen (und duschen) und natürlich gibt es auch noch den klassischen Irrgarten, mit dem alles mal angefangen hat.

„Wir erwarten in diesem Jahr eine halbe Millionen Besucher“, sagt Jose Tebartz van Elst, die weiß, welche riesige Investition sie sich da aufgehalst haben: „Wir konnten schon einige Nächte nicht schlafen. Das überlegt man sich sehr gut. Wir binden uns mit dem Kauf des Plantaria auf Jahre.“ Aber sie glaubt an den Erfolg, denn schließlich sei man nah an den Interessen der Familien. Der Eintritt kostet nur 3,99 Euro, es stehen 600 Bollerwagen zur Verfügung, Schwenkgrills überall, die Besucher dürfen ihr eigenes Essen mitbringen. Das komme an, sagt Jose Tebartz van Elst. Parkplätze sind kostenlos.

Straßentunnel für Besucher

Vor dem ehemaligen Vogelpark Plantaria, der jetzt Irrland-West heißt, wird zurzeit ein Straßentunnel für die Besucher angelegt. „Unser Haupteingang wird das ehemalige Plantariagebäude.“ Wenn man auf dem Gelände ist, kann man alle Attraktionen besuchen, ohne den Park verlassen zu müssen. „Eltern und Lehrer können beruhigt sein“, sagt die Hausherrin.

Die Ausstellungshallen von Plantaria werden zurzeit in eine Spieloase umgebaut. „Auch hier werden die Elemente Wasser und Sand wieder eingesetzt“, sagt Jose Tebartz van Elst. Eine neue Wasserrutsche wird es geben, eine Indoor-Spielwüste und einen römischen Bauernhof. Das Thema des Parks lautet: „Römisches Spektakel“. Das Eingangsgebäude bekommt entsprechend römische Säulen. Palmen sollen die mediterrane Atmosphäre in die Treibhäuser von Plantaria bringen.

Den Erfolg des Irrlands werden die Tebartz’ ab dem 20. März messen können. Dann geht es los. „Wir haben so einen großen Schritt noch nie gewagt. Wir sind sehr konventionelle Unternehmer“, sagt die 46-Jährige. Jedes Jahr habe man ein kleines Projekt hinzugewonnen und der Park ist nach und nach gewachsen. 350.000 Besucher waren es im letzten Jahr. In Spitzenzeiten beschäftigte die Familie, die immer noch im Ackerbau tätig ist, 70 Mitarbeiter. „Ohne unser tolles Team wäre das alles nicht möglich gewesen.“

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