Wirtschaft

Handwerk im Kreis Kleve spürt bereits Corona-Effekte

Die Cafés der Bäckereien mussten den Betrieb einstellen.

Die Cafés der Bäckereien mussten den Betrieb einstellen.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Kreis Kleve.  Jeder dritte Betrieb spüre die Verunsicherung beim Kunden, so die Handwerkskammer. Bauwirtschaft läuft noch sehr gut.

Eine vor einer Woche gestartete Sonderumfrage der Handwerkskammer Düsseldorf dokumentiert, dass der Wirtschaftsbereich von den Auswirkungen der Corona-Krise auf das Handwerk an Rhein, Ruhr und Wupper bereits stark erfasst wird. Jeder dritte Betrieb – 47 Prozent – zeigte sich von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Am stärksten sind die Ängste im Gesundheitsgewerbe (70 Prozent); auch bei den Lebensmittelhandwerken werden starke Beeinträchtigungen erwartet (54 Prozent).

Friseure und Lebensmittelhandwerk betroffen

Bei den personenbezogenen Dienstleistungen befürchten vor allem die Fotografen und die Friseure (mit jeweils 67 Prozent) negative Auswirkungen der Corona-Krise. Günstiger stellt sich die Lage aktuell noch beim Bauhauptgewerbe dar; 75 Prozent der befragten Bauunternehmen und 62 Prozent der teilnehmenden Firmen aus dem Ausbaugewerbe antworteten auf die Frage nach geschäftlichen Beeinträchtigungen mit „nein“.

Sorge um Lieferungen

Gemeinsame Sorgen über alle Branchengrenze hinweg teilen Handwerksunternehmen um die eigene Lieferfähigkeit (52 Prozent), um das Halten der eigenen Leistungspreise (54 Prozent) und um die Stabilität des Personalbestandes (56 Prozent). Für die nahe Zukunft werden Auswirkungen vor allem in den Bereichen Liquiditätsengpässe (42 Prozent) und notwendige Beantragung von Kurzarbeit (39 Prozent) erwartet. 534 Unternehmen hatten auf die Blitzumfrage der Kammer geantwortet

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