Feuer

Haus brennt in Goch nieder - einstiger Besitzer festgenommen

Die Feuerwehr hat in der Nacht zu Donnerstag in Goch ein brennendes Wohnhaus gelöscht.

Die Feuerwehr hat in der Nacht zu Donnerstag in Goch ein brennendes Wohnhaus gelöscht.

Foto: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Goch

Goch.  Ein frei stehendes Wohnhaus ist mit Garage in der Nacht zu Donnerstag in Goch niedergebrannt. Ehemaliger Hausbesitzer wurde festgenommen.

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Als die Einsatzkräfte um kurz nach 4 Uhr in der Nacht auf Donnerstag an der Hassumer Straße eintrafen, standen das Einfamilienhaus und die angrenzende Garage bereits komplett in Flammen. Dem Einsatzleiter Georg Binn, Chef der Gocher Feuerwehr, und den 40 Feuerwehrleuten aus Hassum, Hommersum und der Stadtmitte wurde schnell bewusst, dass sie das Gebäude aus Sicherheitsgründen nicht betreten können.

Das Risiko eines Innenangriffs war umso größer, weil die Einsatzkräfte Zischgeräusche aus einem Zimmer im vorderen Bereich des freistehenden Hauses bemerkten und bläuliche Stichflammen sahen. „Dies ließ vermuten, dass sich eine oder mehrere Gasflaschen dort befanden“, sagte Torsten Matenaers, Pressesprecher der Gocher Feuerwehr, die die Flammen teilweise unter schwerem Atemschutz, mit sieben Stahlrohren und der Hilfe einer Drehleiter zwei Stunden lang ausschließlich von außen bekämpften.

Eine mit einem Heizbrenner verbundene Gasflasche fanden die Feuerwehrleute, als sie schließlich in das zerstörte Haus vordringen konnten, nur in einem anderen, entfernt liegenden Zimmer. Doch die bis dahin unbeantwortete Frage nach der Brandursache löste am Donnerstagvormittag der ehemalige Hauseigentümer auf. Der 62-Jährige tauchte bei der Polizei auf und erklärte, dass er das Haus angezündet habe. Das Gebäude war in der vergangenen Woche zwangsversteigert worden.

Haus mit Brandbeschleuniger angezündet

Die Beamten nahmen den Mann daraufhin vorläufig fest. In der Vernehmung sagte er laut Polizeibericht aus, dass er das Haus mit Hilfe eines Brandbeschleunigers angezündet habe. Sein Motiv: Er musste wegen der Zwangsversteigerung aus dem Einfamilienhaus ausziehen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

„In dieser Heftigkeit war der Vollbrand bemerkenswert“, ordnete Feuerwehr-Pressesprecher Matenaers den nächtlichen Einsatz ein, der insgesamt fast drei Stunden dauerte.

Als das Feuer gelöscht war und der Wasserdampf sich verzogen hatte, bot sich in dem leerstehenden Einfamilienhaus ein Bild der Zerstörung. Herunter gefallene Dachziegel, Möbel und Tapeten türmten sich zu Schutt auf. Das Haus ist unbewohnbar. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Weil die Feuerwehr den an der Adresse gemeldeten Mann vor Ort nicht antraf, suchten die Einsatzkräfte im Haus nach ihm. Die Sorge, dass er unter dem Schutt begraben sein könnte, bewahrheitete sich jedoch nicht.

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