Karneval

Hexenkessel Queekenland in Keppeln

Das Queekenballett sorgte für ordentlich Stimmung.

Das Queekenballett sorgte für ordentlich Stimmung.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Uedem-Keppeln.   Überragende Akteure bei der Abendsitzung der Keppelner Karnevalisten. Freche Kalauer und gelungene Gesangseinlage amüsierten das Publikum

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Josefine „Fini“ Bremers, unverkennbar die rotzige Tochter von Queeken-Frontfrau Steffi Neu, hatte auch als „Pubertier“ keine Schwierigkeiten, das Publikum in Keppeln bestens zu unterhalten. Wie immer gilt bei der Karnevalsgesellschaft Queekespiere, dass Nachwuchssorgen hier ein echtes Fremdwort sind. Allen voran bewiesen das sehenswert die Minis mit ihrem Gardetänzchen. Stimmung verbreiten mit klasse Sound, toller Choreografie und fantasievollen Kostümen haben sie alle drauf, die Mädels der Queeken-Teenies.

Ideales Löschmittel

Zu den Keppelner Tanzgrößen gehört auch sie immer wieder: Solo Mariechen Melisa Könen. Respekt! Aus Kleve gaben sich die „Patchworker“ als Tanzweltmeister die Ehre. Auch Teenager Finn Baumann stand einmal mehr als Keppelner Jung und Feuerwehrmann auf der Bühne, der Insiderwissen preis gab. Außerdem war er beruhigt zu sehen, dass die Dorfschule bei der Abendsitzung voll vom idealen Löschmittel war: „Bier – hat Wasser, CO2 und Schaum!“

Als cooler Macho-Rapper gab Achim Verrieth freche Kalauer zum Besten. Immer wieder gern gesehen und gehört: die Bütt von Steffi Neu als Gartenthor, die das politische Weltgeschehen verballhornte. Natürlich kamen auch die lokalen Lacher nicht zu kurz, als Steffi dörflichen Missgeschicken rund um Glasfaser, Uedemer Salzoase und dem (bis heute unauffindbaren) entwichenen Schwein im Maisfeld verbal ein Denkmal setzte.

Die Kraft der Peinlichkeit

Aus Uedemerbruch hatte auch Ralf Kerkmann als „Dän Bruckse“ wieder viel von Zuhause zu erzählen. Ähnlich wie die fast erwachsen gewordenen Aymansbrüder Marco und Lukas, die auch mit Gesangseinlagen und Zwiegespräch für Stimmung sorgten. „Wir wollten euch einen Gag über die Deutsche Bahn erzählen, aber der wäre nicht angekommen…“

Auch die Gocher Nachbarn der Narretei – Prinzenpaar und später die Reitergarde – sowie die Landstreichler vervollständigten das Programm. Die engagierten Protagonisten der Playbackshow überzeugten vor allen Dingen beim Intro mit ihrem politischen Seitenhieb auf Trump und KimJong-un.

Überraschungshighlight des Abends aber war zweifellos er: der bekannte Comedian René Steinberg. Steffi Neu sei Dank, dass der begnadete Stimmenimitator, der oft im WDR zu hören ist, auf den Keppelner Bühnenbrettern stand und auch zu später Stunde noch die Queeken mit umwerfender Mimik, Komik und Stimmgewalt begeisterte. Seine Tipps im Umgang mit Pubertieren: „Eltern, seid peinlich. Peinlichsein ist unglaublich effizient!“ Kurz zuvor hatte er übrigens einen Auftritt in Köln, den er nur so kommentierte: „Also Köln war nur das WarmUp für den Hexenkessel Keppeln.“ Helau!

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