Berufskolleg

Kreis Kleve will Hochschulniveau für die Berufskollegs

Berufskolleg, Kolleg,

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Berufskolleg, Kolleg, Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kreis Kleve.   Das Berufskolleg in Kleve soll umfassend saniert werden. Landrat Spreen hofft auf "richtig viel Geld" für 100 Bildungseinrichtungen.

Der Ausbau der Bildungslandschaft im Kreis Kleve soll weiter vorangetrieben werden. Landrat Wolfgang Spreen teilte auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo-Real in München mit, dass die Berufskollegs in Kleve und Geldern sowohl inhaltlich als auch räumlich auf „Hochschulniveau“ ausgebaut werden sollen. Aktuell erstellt der Kreis die Vorplanungen für die Grundsanierung des alten Berufskollegs in Kleve. Spreen möchte für diese Schule noch einmal „richtig viel Geld“ in die Hand nehmen. Eine konkrete Summe wollte er noch nicht nennen, da die Politik den Ausbaustandard festlegen müsse.

Wir haben unsere Immobilien immer gut gepflegt

Es sei aber ein großes Anliegen der Verwaltung, dass die Räumlichkeiten des Berufskollegs umfassend erneuert werden. Die Schule wurde vor 47 Jahren errichtet: „Wir haben unsere Immobilien zwar immer gut gepflegt, aber jetzt müssen einige Arbeiten ausgeführt werden“, so Spreen.

Dabei geht es um die Modernisierung der Werkstätten, der naturwissenschaftlichen Räume, aber auch die Installationen müssen erneuert werden – von der Heizung bis zum Internetanschluss. Zurzeit würden die Räume den gestiegenen Anforderungen nicht entsprechen: „Das Berufskolleg ist technisch eine Schule aus den 70er Jahren.“

Für Spreen kann die Vernetzung zwischen der Hochschule und den Berufskollegs auch inhaltlich noch weiter ausgebaut werden. Durch Praktika und konkrete Projekte, die den Schülern Lust aufs Studieren machen. Außerdem könnte ein modernes Berufskolleg auch als Ausweichstandort für eine völlig überfüllte Hochschule Rhein-Waal dienen.

Allein in diesem Jahr 1000 Erstsemester in Hochschule

Mit 6000 Studierenden platzen beide Standorte in Kleve und Kamp-Lintfort mittlerweile aus den Nähten. In Kleve hat die Hochschule bereits mehrere Immobilien angemietet, um Seminare und Vorlesungen organisieren zu können. „Allein in diesem Jahr haben wir 1000 Erstsemester“, sagt Spreen. Die neue Landesregierung sollte den Hochschulen mehr finanzielle Spielräume geben, damit sie selbst über Neubauten oder Anmietungen entscheiden können. Über die politischen Vertreter im Landtag habe man bereits bei Minister Andreas Pinkwart über die Zukunft der Klever Bildungseinrichtung gesprochen.

Wie berichtet, wird der Kreis Kleve im kommenden Jahr 60 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur aufwenden können. Mit der Hilfe von Bundes- und Landesgeldern soll überall dort eine Internetleitung gelegt werden, wo es sich für Privatunternehmen nicht mehr lohnt. Aktuell werden die Ausschreibungen vorbereitet. Spreen hofft darauf, dass man im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten beginnen kann.

Zusätzlich möchte er, dass die 100 Bildungseinrichtungen im Kreis Kleve ebenfalls mit schnellen Internetanschlüssen (100 Mbit/s) ausgestattet werden. „Dafür wird es dann noch zusätzliches Geld geben“, so Spreen. Die Anträge für diese Sondermaßnahme werden vorbereitet. Eine genaue Investitionssumme sei noch nicht absehbar.

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