Verkehr

Im Kreis Kleve sollen die Busverbindungen verbessert werden

Im Kreis Kleve wollen einige Kommunen bessere Busverbindungen schaffen.

Im Kreis Kleve wollen einige Kommunen bessere Busverbindungen schaffen.

Foto: AG / NRZ

Kreis Kleve.  Kleve will einen Schnellbus nach Xanten und Emmerich einen optimierten Schnellbus 58. Geld steht dank Einsparungen zur Verfügung.

Wie verbessert man das Angebot der öffentlichen Busse im Kreis Kleve? Ideen und Wünsche gibt es viele und es ist sogar ein bisschen Extra-Geld da, welches der Kreis Kleve gemeinsam mit den Kommunen nun ausgeben kann. Immerhin 900.000 Euro können jährlich zusätzlich in die Infrastruktur gesteckt werden, weil der Kreis Kleve bei der Ausschreibung der Strecken eine entsprechende Einsparung erzielen konnte.

Im Kreisausschuss wurde jetzt über eine Wunschliste der Kommunen gesprochen, die auf Nachfrage eingereicht worden ist. Die Stadt Kleve möchte eine Verlängerung der Ortsbuslinie von Kellen nach Materborn und Reichswalde sowie einen häufigeren Verkehr der Linie 70 zwischen Goch und Kleve. Auch ein Schnellbus zwischen Kleve und Xanten (Linie 44) kann sich die Stadt vorstellen.

Die Klever Verwaltung ist bereit, mehr Geld auszugeben

Im Gespräch mit der NRZ sagte Kämmerer Willibrord Haas, dass Kleve eine Senkung der ÖPNV-Umlage von 806.000 Euro (2019) auf 392.000 Euro (2020) registriert habe. Die Verwaltung sei durchaus bereit, mehr Geld für den Busverkehr auszugeben. So führt Kleve bereits zum 1. Mai 2021 den „Bus on demand“ ein (Eigenanteil 200.000 Euro), bei dem Nutzer anrufen können und vor der Haustür abgeholt werden.

Hier gibt es mehr Artikel und Bilder aus Kleve und UmlandHaas sagte, dass vom Erfolg dieses Modells auch abhängen könne, wie künftig die Busverbindungen aussehen werden. Sollte der „Bus on demand“ angenommen werden, dann könnte man auch darüber nachdenken, inwiefern manche Linienverbindungen noch aufrecht erhalten werden muss. „Aber diese Frage können wir heute noch nicht beantworten. Dafür brauchen wir erst konkrete Ergebnisse aus dem Modellversuch“, so Haas.

Rees möchte eine Direktverbindung nach Kleve

Im Kreisausschuss sagte Landrat Wolfgang Spreen, dass für weitere Verbesserungen die Kommunen auch die Kosten zu tragen haben und dass alle Kommunen als auch die Verkehrsträger dem zustimmen müssen. Die Stadt Goch hat keinen zusätzlichen Bedarf angemeldet, die Stadt Emmerich möchte gerne eine Direktverbindung des Schnellbusses 58 zwischen Nimwegen, Kranenburg, Kleve und Emmerich. Auch Rees wünscht sich eine Direktverbindung nach Kleve. Der Kreisausschuss beauftragte die Verwaltung einstimmig, für eine Umsetzung zu sorgen.

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