Spargelsaison

Im Kreis Kleve wird wieder Spargel geerntet

Bürgermeister Rainer Weber (re) aus Uedem lernt von Hendrik Jordans (li) , Betriebsinhaber Hochwald-Spargel, wie man das zarte Gemüse aus den Erdwällen holt.

Bürgermeister Rainer Weber (re) aus Uedem lernt von Hendrik Jordans (li) , Betriebsinhaber Hochwald-Spargel, wie man das zarte Gemüse aus den Erdwällen holt.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Kreis Kleve.   Die Spargelsaison läuft bereits und wurde nun offiziell auf dem Hochwaldspargelhof in Uedem eröffnet. Seit 1989 wird der Spargel hier angebaut.

Wenn Asparagus sich durch den Erdhügel einen Weg nach oben bahnt, dann müssen die Spargelstecher schnell sein, damit sich das Elfenbein der sandigen Böden nicht in einen „Grünspan“ verwandelt. Die Rede ist vom Spargel, jenem königlichen Gemüse, das nicht nur im Kreis Kleve immer beliebter wird. Am Donnerstag wurde auf dem bestens herausgeputzten Hochwaldspargelhof in Uedem die Saison offiziell eröffnet. Vor großem Bahnhof – die gesamte Familie Poen, die das köstliche weiße Gold anbaut, erntet und vermarktet – konnte neben Uedems Bürgermeister Rainer Weber und Vertretern der Landwirtschaftskammer NRW/Spargelanbauer auch Dipl.-Ing. agr. Peter Hettlich vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW begrüßen. Er war als Vertreter für Umweltminister Johannes Remmel erschienen, der kurzfristig abgesagt hatte.

Saisoneröffnung in Uedem

Rachel Poen und Hendrik Jordans, die Betriebsinhaber des Hochwaldspargelhofs, gaben im Beisein der Seniorchefs – Jann-Henn und Friederike Poen – bereitwillig Auskunft über den Familienbetrieb im Schatten des Hochwalds und die Produktionsabläufe. Seit 1989 wird das weiße Gemüse hier kultiviert und während der Saison (April bis 24. Juni) direkt im schönen Hofladen ansprechend präsentiert und mit wachsendem Erfolg vermarktet.

Bei der offiziellen Saisoneröffnung zeigten Henn Poen und sein Neffe Hendrick Jordans ihren Gästen nicht nur die mit Folien bedeckten Felder mit dem Spargel, sondern auch, wie man ihn fachgerecht aus dem Boden holt. Bürgermeister Weber machte sich dabei als Spargelstecher nicht schlecht – genau beobachtet von gleich zwei Spargelprinzessinnen aus weiter entfernten Anbaugebieten: Pauline I (Spargelkönigin NRW) und Christine I (Scherlebecker Spargelprinzessin). Auf 15 Hektar des 80 Hektar großen Hochwald-Betriebes (mit zwei Standorten) wächst und gedeiht der Bleichspargel. Passend dazu Frühkartoffeln und Erdbeeren. Während letztere noch ein wenig Sonne brauchen, ist der Spargel historisch früh in die Erntephase gewachsen – Petrus sei Dank.

Spargel auch beim Lindchen

„Seit 14 Tagen stechen unsere Erntehelfer den Spargel schon“, berichtete die Hausherrin Poen. Petrus meint es sichtlich gut mit den Spargelfreunden. Dank des sonnigen Wetters konnte der Hofladen bereits am 31. März eröffnen. Direkt daneben wartet das Restaurant und Hofcafé Hufsche Henn auf Spargelhungrige. Unter Leitung von Rachel und Lea Poen hat der Hochwaldspargel hier schon zahlreichen Gästen seit der Saison 2016 in vielen Variationen gemundet.

Vom bislang guten Wetter profitieren natürlich alle Spargelbauer im Kleverland – und das sind nicht wenige. Auch am Bauernmarkt Lindchen brummt der Verkauf des edlen Gewächses. „Die Qualität ist hervorrragend“, schwärmt der Chef des Bauernmarktes, Johannes Hesseling. Hier wird auch eigener Spargel vermarktet, der in vorgewärmten Feldern schon seit vier Wochen gestochen werden kann. Auf 21 Hektar Land hat der Spargel Platz, um für den Bauernmarkt Lindchen in die Höhe zu wachsen. Auch hier gibt’s passend dazu neue Kartoffeln, Butter, Schinken und für den Nachtisch Erdbeeren.

Bis zum „Spargelsilvester“ (24. Juni), steht den Spargelbauern und ihren Teams noch viel, viel Arbeit bevor, die den Verbrauchern jede Menge Genuss verspricht.

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