Kommentar

Im Rathaus muss bei Ausschüssen mehr gelüftet werden

Andreas Gebbink

Andreas Gebbink

Foto: Miriam Fischer / funkegrafik nrw

Kleve.  50 Personen im Ratssaal sind zuviel, um nur stündlich zu lüften. Sind die Klever Ausschüsse zu groß geworden für den Ratssaal?

Während der Ausschusssitzung haben sich alle Teilnehmer an die notwendigen Auflagen der Coronaschutzverordnung gehalten – Maske getragen und Abstände gehalten. Und dennoch hatte man am Donnerstagabend beim Klever Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Naturschutz schnell den Eindruck: Im Ratssaal ist die Luft zum Schneiden.

Diese Erfahrung sollte Anlass zum Umdenken geben: Im Rathaus muss mehr gelüftet werden. Gut 50 Personen saßen im Raum, nur zwei Fenster waren auf Kipp gestellt. Das ist zu wenig. Nach einer Stunde Vortrag und Diskussion war die Luft vollends verbraucht.

In Schulen wird alle 20 Minuten gelüftet

In den Schulen muten wir den Kindern und Jugendlichen alle 20 Minuten ein Stoßlüften zu, dies sollte auch im Ratssaal eingeführt werden. Die Fenster lassen sich problemlos öffnen und der Luftaustausch wird gewährleistet.

Hier gibt es mehr Artikel und Bilder aus Kleve und Umland Ärgerlich sind auch die Sitzungspausen. Nach einer Stunde wurde gelüftet, doch viele Vertreter begaben sich auf den noch engeren Fluren und standen hier dicht beisammen – ohne die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten. Da ist mehr Eigenverantwortung gefragt. Generell ist zu überlegen: Können die großen Ausschüsse überhaupt im Rathaus tagen? Der Klever Rat ist mittlerweile so groß wie der Kreistag. Vielleicht sollten auch größere Ausschusssitzungen in der Stadthalle organisiert werden.

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