Kommunalwahl 2020

In Bedburg-Hau ist Stephan Reinders der CDU-Spitzenkandidat  

Die CDU Bedburg-Hau hat Stephan Reinders als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt.

Die CDU Bedburg-Hau hat Stephan Reinders als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt.

Foto: Markus van Offern

Bedburg-Hau.  Klares Ergebnis bei der Aufstellungsversammlung der CDU in Bedburg-Hau für die Kommunalwahl im Herbst: 90 Prozent stimmten für Stephan Reinders.

Bei der Aufstellungsversammlung der CDU Bedburg-Hau für die Kommunalwahl am 13. September ist Stephan Reinders zum Spitzenkandidaten für das Amt des Bürgermeisters gewählt worden. In der Mehrzweckhalle in Till-Moyland stimmten 90,56 Prozent der anwesenden CDU-Mitglieder für Reinders, Bernd Zacharias, der zweite Bewerber, erhielt lediglich fünf Stimmen. Reinders nahm die Wahl an, bedankte sich für das Vertrauen und sagte: „Lassen Sie uns gemeinsam Bedburg-Hau voranbringen.“ Er bat um Unterstützung für einen „Super-Wahlkampf“.

Zuvor hatte die Gemeindeverbandsvorsitzende und Landratskandidatin Silke Gorißen die Delegierten und die beiden Bewerber begrüßt. Die Versammlung mit 53 wahlberechtigten Mitgliedern war beschlussfähig und Gorißen erklärte: „Wir wollen mit einem starken Kandidaten das Bürgermeisteramt nach 16 Jahren zurückholen“.

Beide Kandidatenm haben eine Viertelstunde für ihre Vorstellung

Beiden Bewerbern stand jeweils eine Viertelstunde für ihre Vorstellung zur Verfügung. Es begann in alphabetischer Reihenfolge mit Stephan Reinders, der zunächst seinen Lebensweg aufzeigte. Er ist 38 Jahre alt, gebürtig und wohnhaft in Hau, ist seit 2008 Kommunalbeamter bei der Stadt Kleve, seit 2003 in der CDU sowie seit 2009 im Gemeinderat. „Ich will die Gemeinde als Bürgermeister zukunftsorientiert ausrichten, weiter entwickeln und den Stillstand aufheben. Das Gemeindezentrum möchte ich stärken und fördern“, sagte er.

Auch legte Reinders sein Augenmerk auf den Klima, -Arten,- und Umweltschutz. Die Rheinischen Klinik mit der Forensik seien ein großer Teil der Gemeinde. Reinders möchte gute Rahmenbedingungen für die Klinikmitarbeiter schaffen, deren Sicherheit oberste Priorität für ihn habe. „Neue Baugebiete für Familien sowie für Gewerbetreibende stehen auf meiner Agenda. Ebenso möchte ich die notwendige Digitalisierung in der Verwaltung und in den Schulen vorantreiben. Einen wichtigen Stellenwert nehmen die Kinder und Jugendlichen ein, und ich möchte das Ehrenamt unterstützen“, schilderte Stephan Reinders in seiner Bewerbungsrede. Gleichzeitig will er zunächst die Freiwillige Feuerwehr dezentral belassen, aber die Gerätehäuser und die Ausstattung auf den Prüfstand stellen und strebt einen ausgeglichenen Haushalt an.

Bernd Zacharias ist 54 Jahre alt – und lebt jetzt in Baden-Württemberg

Mit einer Power-Point-Präsentation versuchte der parteilose Kandidat Bernd Zacharias die Delegierten von sich zu überzeugen. Er ist 54 Jahre alt, geschieden und hat einen Sohn. Zacharias kommt ebenfalls aus Hau, wohnt jetzt aber in Baden-Württemberg und ist Abteilungsleiter der Personalentwicklung bei der Sparkasse Pforzheim-Calw. Er bezeichnet sich als dynamisch, lösungsorientiert und umsetzungsstark.

„Ich hatte keine richtige Gelegenheit, mich in den Ortsgruppierungen vorzustellen, deshalb ist das heute von 0 auf 100. Manche kennen mich noch als Kind, und ich war 17 Jahre lang bei der Sparkasse Kleve tätig. Ich bin jedes Wochenende bei meinen Eltern in Hau, so halte ich die Brücke zur Gemeinde“, sagte Bernd Zacharias. Sein Steckenpferd sei die Digitalisierung, er könne „Führung und Finanzen, ich möchte für die ältere Bevölkerung gute Lebensumstände schaffen und mit der Jugend in einen Dialog treten“, waren seine wichtigsten Argumente.

Die CDU erwartet einen harter Kommunalwahlkampf im September

Dann schritten die CDU-Mitglieder zur Wahl. Währenddessen schwor der CDU-Kreisvorsitzende Günther Bergmann die Delegierten auf einen harten wie ungewohnten Wahlkampf ein.

Gorißen verkündete dann das Wahlergebnis: 48 Ja-Stimmen oder 90,56 Prozent entfielen auf Reinders, lediglich fünf Stimmen erhielt Zacharias.

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