Ehrenamt

In Kleve gibt es 73 Vorteile mit der Ehrenamtskarte

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Die Ehrenamtskarte bringt Vorteile.

Die Ehrenamtskarte bringt Vorteile.

Foto: Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen / NRW

Kleve.  Stadt beteiligt sich am landesweiten Projekt. Wer Gutes tut, kann günstiger zum Friseur gehen, spart Geld in der Apotheke und beim Bettenkauf.

Ehrenamt ist Ehrensache! Mit diesem Slogan bewirbt die Stadt Kleve die Einführung der Ehrenamtskarte, um die sich Menschen bewerben können, die sich freiwillig und unentgeltlich engagieren. Damit beteiligt sie sich am landesweiten Projekt der NRW-Landesregierung. Bürgerschaftliches Engagement soll auf diese Weise besondere Anerkennung erfahren. Es geht um Wertschätzung.

Die Karte – ähnlich einer Bankkarte – ermöglicht ihren Inhabern Vergünstigungen in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen. Gewürdigt werden soll damit die „zeitlich überdurchschnittliche“ Freiwilligenarbeit.

Karteninhaber zu sein, lohnt sich. Es wartet ein Vielzahl an Vergünstigungen. In Kleve und Umgebung beteiligen sich nach aktuellem Stand 73 Unternehmen mit einem Angebot. So gibt beispielsweise die Klever Adler Apotheke einen Nachlass von zehn Prozent auf nicht-verschreibungspflichtige Arznei, Betten Kamps auf das gesamte Sortiment. Beim Friseur Haarmonie an der Emmericher Straße werden 20 Prozent auf Waschen, Schneiden, Föhnen nachgelassen. Holzland Dorsemagen gibt fünf Prozent auf alle Einkäufe. Optik Rambach und Reintjes bietet eine kostenlose Kontaktlinsenanpassung (Wert 69 Euro).

Wer Vergünstigungen anbietet, zeigt das mit einem Aufkleber im Schaufenster

Inhaber einer Ehrenamtskarte können weitere Vergünstigungen vor Ort online unter www.kleve.de/de/inhalt/ehrenamtskarte abrufen. In gedruckter Form gibt es die Liste auch im Fachbereich Schulen, Kultur und Sport. „Alle Kooperationspartner erhalten zudem Aufkleber zum Beispiel fürs Schaufenster oder den Kassenbereich, um sich als Geber von Vergünstigungen kenntlich zu machen“, so Niklas Lembeck vom städtischen Bürgerservice. Die in allen teilnehmenden Kreisen und Städten gewährten Vergünstigungen sind unter www.engagiert-in-nrw.de gelistet.

Bekommen können die Karte Menschen, die sich mindestens fünf Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich betätigen. Sie sollten seit einem Jahr aktiv sein und ihren Einsatz ausschließlich für Dritte leisten, ohne dafür eine Entschädigung zu erhalten, die über die Aufwandskosten hinausgeht. Für die Klever Ehrenamtskarte sollte das Ehrenamt auf das Stadtgebiet beschränkt sein oder von diesem ausgehen. Die Karte kann kostenlos bei der Stadtverwaltung beantragt werden. Alles, was der Antragsteller oder die Antragstellerin benötigt, ist eine Bestätigung der Institution oder des Vereins, für den er oder sie tätig ist.

„Die Ausreichung der Karte wird den besonderen Augenblick bekommen“

Die beantragten Ehrenamtskarten werden zweimal jährlich ausgegeben. „Da die Ausreichung eine besondere Anerkennung ist“, schreibt Lembeck dazu, „wird diese auch den entsprechenden Rahmen und den besonderen Augenblick bekommen.“ Ein Termin für die erste Übergabe sei noch nicht festgesetzt worden. „Eine Antragstellung ist jedoch ganzjährig möglich.“

Die Gültigkeit der Karte sei von Kommune zu Kommune unterschiedlich, so Lembeck. „In Kleve hat sie eine Laufzeit von zwei Jahren.“ Danach könne ein neuer Antrag gestellt werden.

Für die Inhaberinnen und Inhaber wurde die App „Ehrensache.NRW“ veröffentlicht. Sie nennt die Vergünstigungen von öffentlichen, gemeinnützigen und privaten Anbietern, und eine Navigationskarte zeigt den Weg dorthin.

Weitere Informationen und Formulare gibt es auf der Website der Stadt Kleve, www.kleve.de. Ansprechpartner im Fachbereich Schulen, Kultur und Sport sind Sandra Boltersdorf, 02821/84-360, oder Rabea Loffeld, 02821/84-364.

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