Wirtschaft

Investor liebäugelt mit dem Kalkarer Friesland-Areal

Die Gebäude von Friesland in Kalkar-Kehrum stehen seit 2011 leer.

Die Gebäude von Friesland in Kalkar-Kehrum stehen seit 2011 leer.

Foto: HEROLD, Volker / NRZ

Kalkar/München.  Kalkars Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler bestätigt, dass es einen Interessenten gibt. Verträge sollen bald unterschrieben werden.

Was lange währt, klappt endlich doch. Noch tut sich Kalkars Wirtschaftsförderer Dr. Bruno Ketteler mit ganz genauen Angaben etwas schwer – aber es scheint, dass es nun einen Investor gibt, der sich des Areals der ehemaligen Molkerei Campina/Friesland in Kalkar-Kehrum annimmt. „Wir haben mit dem möglichen Investor Vertraulichkeit vereinbart” so Ketteler am Rand der Immobilienfachmesse Expo Real in München.

Gelände seit 2011 ungenutzt

„Es kommt Bewegung in den Wirtschaftsstandort Kehrum” so auch Kreiswirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers. Das ehemalige Molkerei-Gelände steht seit 2011 leer. Sechs Hektar groß ist das gesamte Areal, 2,5 Hektar davon sind Hallen und/oder Verwaltungsgebäude. Die Gespräche mit „einem Interessenten aus der Region” sind nun offenbar so konkret, dass Vertragsverhandlungen ernst sind und sogar bald vor dem Abschluss stehen.

Ohnehin ist Bruno Ketteler guten Mutes, was den Wirtschaftsstandort Kehrum anbelangt. Im Gewerbepark hat Zuckerhersteller Pfeiffer und Langen einen zweistelligen Millionenbetrag investiert, der Hallenbauer Schwevers baut eine neue Produktionshalle und gerade ein neues Verwaltungsgebäude. „Wir haben die Erweiterung des Gewerbegebietes ins Auge gefasst und 7,6 Hektar dazu erworben”, so Ketteler. Gewerbe- und Bauland soll das werden.

Nach einem doch gut zehn Jahre dauerndem Dornröschenschlaf findet auch das Gewerbe- und Gründerzentrum Kalkar zurück ins Leben. „Es haben sich zehn neue, kleine, junge und innovative Unternehmer angesiedelt”, so Ketteler. „Für Büros und Hallen haben wir Wartelisten.”

Gute Noten fürs Gründerzentrum

Das sei, so Kalkars Wirtschaftsförderer, sicher auch das Ergebnis einer professionell angegangenen Vermarktung. Die liegt u.a. in den Händen von Christian van Aarßen, der als Berater der Stadtentwicklungsgesellschaft aktiv ist – und dank seines jahrelangen Asienaufenthalts nicht nur fließend Englisch sondern auch Chinesisch spricht. Ein deutsch-chinesischer Dienstleister hat vor einem Jahr seine Arbeit aufgenommen.

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