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Ja zum Neubau!

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N
eu bauen. Das scheint der vernünftigste Gedanke zur Schulhaus-Frage seit langem. Die Politik möchte die Reißleine ziehen und rund 26 Millionen Euro nicht in alte Gebäude verpulvern, sondern in neue investieren. Die Zukunft neu gestalten, nicht das Alte immer weiter flicken.

Die Klever Verwaltung hatte die Berechnungen der Fachbüros bewertet und ihre Zweifel angemeldet: finanzielle und fachliche. In den neuen Sekundar- und Gesamtschulen wachsen so viele Klassen heran, dass sie während der Umbau-Jahre übers ganze Stadtgebiet verteilt werden müssten.

Auch resümierte die Stadtverwaltung: Würden die Gutachtervorschläge zur Schulform-Aufteilung umgesetzt, dann wären im Endeffekt am Standort Konrad-Adenauer-Gymnasium 20 Klassen leer – die Hälfte also – und an der Wilhelm-Frede-Schule vier Räume, während es anderswo zu eng wird. Warum? Ein Teilabriss am KAG spart zudem längst nicht so viel Geld ein, wie es die Gutachter mit dem simplen Schlüssel „Fläche mal Schüler“ vorrechnen wollten, befand am Ende Kleves Gebäudemanagement.

Die Idee der Stadt war schon sehr gut, das emotional zwar geliebte, aber über 30 sanierungsfreie Jahre heruntergekommene Sebus-Gebäude im Stadtzentrum aufzugeben. Die drei Ideen der Politiker jetzt sind noch besser: Sich vom Sebus und vom KAG ganz verabschieden. Das Gymnasium durch einen Neubau ersetzen in Nachbarschaft zur Realschule. So blieben die Kinder in Kellen. Die Gesamtschule würde nicht zweigeteilt, sondern fände ihre Heimat komplett mit neuem Anbau in Rindern.

Wenn sich das finanziell irgendwie schultern lässt, sollten die Fraktionen diese Entscheidung für die Zukunft unbedingt fällen. Und zwar jetzt. Dann muss man keine Übergangslösungen für Schulklassen in Bauzeiten suchen. Dann zögen sie einfach von Alt in Neu und hinter ihnen werden die alten Gebäude abgerissen. Die Stadt Kleve gewinnt zudem zwei kleine Wohngebiete in der Innenstadt sowie am Ortsrand von Kellen.

Es hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezahlt, wenn sich Politiker und Stadtverwaltung auf die eigenen Fähigkeiten verlassen und sich nicht zu stark von Gutachtern wie Dr. Garbe abhängig machen.

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