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Jobcenter wollten mit „eAkte“ schneller arbeiten

Veranstaltung zu SGB II bei der Kreisverwaltung im Dezember 2017

Foto: Kreis Kleve

Veranstaltung zu SGB II bei der Kreisverwaltung im Dezember 2017 Foto: Kreis Kleve

Kreis Kleve.   Elektronische Verarbeitung statt Aktenberge. Hohe Vermittlungsquote in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

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Erfreulich hoch ist die Anzahl der Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse im vorigen Monat. Mit 413 Vermittlungen liegt die Zahl deutlich über der Vermittlungszahl des Vormonats (257) und auch über der Vermittlungsquote des Vorjahresmonats (382). „Eine erfolgreiche Vermittlung in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis ist für die Arbeitsuchenden wie ein Schritt in ein neues Leben“, so Landrat Wolfgang Spreen, der den Mitarbeiter/innen dankte.

17 317 Menschen in 9329 betroffenen Familien

Im Kreis Kleve lebten im Dezember insgesamt 17 317 Menschen in 9329 betroffenen Familien, „Bedarfsgemeinschaften“ genannt. Im November waren es 113 mehr, im Vorjahr war die Zahl allerdings mit 9172 betroffenen Familien niedriger.

Die laufenden Fälle in den 16 örtlichen Jobcentern werden bislang in Papierform geführt. Meterweise stapeln sich die abgeschlossenen Akten in den Archiven, die anbauen müssten, würde hier nicht etwas geändert. In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein wurde seit Mitte 2016 die Möglichkeit der Digitalisierung entwickelt.

Nachdem das Jobcenter der Stadt Kalkar gemeinsam mit dem Jobcenter des Kreises Kleve erfolgreich eine Testphase durchlaufen hat, fällt mit Beginn des kommenden Jahres der Startschuss für die Umstellung auf eine digitale Aktenführung in den übrigen örtlichen Jobcentern. Die eAkte sei ein großer Gewinn für die tägliche Arbeit für Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Frühzeitig Originalunterlagen zurückfordern

Die Jobcenter versprechen sich von der eAkte verbesserte Auskunftsmöglichkeiten, eine schnellere Antragsbearbeitung, schnelleren Aktenzugriff, der Wegfall von Suchvorgängen und die Verringerung von Lagerfläche. Bereits vorhandene Papierdokumente werden nach und nach digitalisiert. Datensicherung sei gesichert. Eingereichte Papierunterlagen werden nach der Überführung in die eAkte noch etwa sechs Wochen aufbewahrt und danach vernichtet.

Sollten Kunden ihre Originalunterlagen zurückerhalten wollen, müssen sie das dem örtlichen Jobcenter rechtzeitig mitteilen. Dauerhaft in Papierform bleiben auch künftig ärztliche und psychologische Gutachten oder Urkunden.

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