Kalkar bekommt 70 weitere Asylbewerber

Kalkar.   Die Stadt Kalkar wird in absehbarer Zeit weitere Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Konkret geht es um 70 Menschen, die bereits ein Bleiberecht erhalten haben. Wie die Stadtverwaltung jetzt in einer Presseerklärung mitteilt, hat die Landesregierung zum 1. Dezember eine neue Aufnahmequote aufgestellt, demnach liegt die Erfüllungsquote Kalkars nur bei 32,92 Prozent.

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Die Stadt Kalkar wird in absehbarer Zeit weitere Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Konkret geht es um 70 Menschen, die bereits ein Bleiberecht erhalten haben. Wie die Stadtverwaltung jetzt in einer Presseerklärung mitteilt, hat die Landesregierung zum 1. Dezember eine neue Aufnahmequote aufgestellt, demnach liegt die Erfüllungsquote Kalkars nur bei 32,92 Prozent.

Die neu zugewiesenen Asylbewerber mit Bleiberecht müssen in Wohnungen untergebracht werden. Diese Menschen haben auch Anspruch auf Hartz IV-Leistungen und alle damit verbundenen Arbeitsmarktmaßnahmen wie Arbeitserlaubnis sowie die Vermittlung in Arbeit-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Diese Aufgaben übernimmt das Jobcenter in Kalkar.

„Durch die Integration von anerkannten Flüchtlingen stehen alle Kommunen vor zusätzlichen großen Herausforderungen. Dies gilt gleichermaßen für die Verwaltung, Politik und die Bevölkerung“, schreibt die Verwaltung.

Fachbereichsleiter Andreas Stechling teilt mit, dass zurzeit 255 Asylbewerber in Kalkar leben sowie 50 Flüchtlinge, die aufgrund ihres Herkunftslandes und Status ein Bleiberecht in Deutschland erhalten haben. „Die Stadt Kalkar hat, neben zwei städtischen Übergangsunterkünften, mittlerweile auch 60 Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt angemietet, um den zugewiesenen Flüchtlingen eine Unterkunft gewähren zu können“, so Stechling.

Was die Zuweisung von Flüchtlingen im Asylverfahren betreffe, habe Kalkar zurzeit mit 103,14 Prozent die Aufnahmequote übererfüllt, so dass vorerst nicht mit weiteren Zuweisungen zu rechnen ist. Dabei wird auch von der Annahme ausgegangen, dass die Flüchtlingssituation in Deutschland auch weiterhin relativ entspannt bleibt.

Anders sieht es bei den Flüchtlingen mit Bleiberecht aus. Am 29. November 2016 hat die Landesregierung eine Wohnsitzauflage beschlossen. Mit dieser neuen Regelung sollen schutzbedürftigen Flüchtlinge deutlich besser integriert werden können. Von der Wohnsitzauflage betroffen sind Personen – aus Herkunftsländern mit hoher Schutzquote: insbesondere Syrien, Eritrea, religiöse Minderheiten im Irak –, deren Anerkennung als Schutzbedürftige nach dem 1. Januar 2016 erfolgte und die nicht in einem Beschäftigungs- oder Ausbildungs- oder Studienverhältnis stehen. Flüchtlinge, die aufgrund der bisher geltenden Freizügigkeit in andere Kommunen gezogen waren, sollen dort bleiben können.

Wer Wohnungen anbieten möchte oder Ausbildungsplätze meldet sich bei der Verwaltung: 02824/1 31 70.

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