Haushalt 2020

Kalkar benötigt einen neuen Betriebshof

Den Bauhof am Stadtpark könne man nicht mehr sanieren.

Den Bauhof am Stadtpark könne man nicht mehr sanieren.

Foto: AG / NRZ

Kalkar.  Kalkar wird in den kommenden zwei Jahren 4,7 Millionen Euro für eine neue Betriebsstätte des Bauhofes ausgeben müssen.

Die Stadt Kalkar möchte im kommenden Jahr mit den Planungen für einen Neubau des städtischen Bau- und Betriebshofes beginnen. Dies kündigte Kämmerer Stefan Jaspers in seiner Haushaltsrede an. Die Betriebsstätte am Stadtpark ist extrem sanierungsbedürftig. Dies bescheinigte sowohl eine Organisationsuntersuchung als auch die Unfallkasse NRW.

Sanierung lohnt sich nicht

Die Stadt Kalkar hatte zwar eine Machbarkeitsstudie für eine Modernisierung in Auftrag gegeben. Aber: „Ersten Erkenntnissen aus diesem Gutachten zufolge ist der Neubau eines funktionalen und modernen Bau- und Betriebshofes unvermeidlich, eine Ertüchtigung des bestehenden Standortes ist aus räumlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wohl nicht machbar“, sagte Jaspers in seiner Rede.

Er hat in seinem Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 eine Summe von rund 4,7 Millionen Euro veranschlagt. 2020 wolle man mit den Planungen beginnen und diese dann 2021 auch baulich umsetzen. „Aufgrund des Zustandes und insbesondere auch in der Begleitung der Unfallkasse ist hier keine Verschiebung machbar“, betonte Jaspers.

Grundstück im Gewerbegebiet Kalkar Ost

Ein passendes Grundstück soll im Gewerbegebiet „Kalkar Ost“ für 367.000 Euro erworben werden. Das Geld wird Kalkar aufnehmen müssen, denn die Investitionspauschale werde nicht ausreichen, so Jaspers.

Viel Geld wird auch der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Wissel kosten. Hierfür werden 2,5 Millionen Euro im Haushalt reserviert. Auch hier soll 2020 mit den Planungen begonnen werden. Die Umsetzung soll ebenfalls 2021 erfolgen. Für das Grundstück werden 180.000 Euro genannt.

Gestaltung des Schulzentrums

Bis zum Jahr 2023 soll in Kalkar kräftig investiert werden. Rund 17 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Dank des Integrierten Handlungskonzeptes können Gelder des Landes genutzt werden. Das Programm sieht 26 Maßnahmen vor, die bis 2023 abgearbeitet sein sollen. Für die Programme gibt es dann Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent.

Investieren möchte die Stadt auch noch mal ins Schulzentrum. „Nach der erfolgten Sanierung des Schulzentrums folgt die Gestaltung der Außenanlagen und des Schulhofes sowie das Anlegen von Parkplätzen. Die Maßnahme ist in 2020 mit Auszahlungen in Höhe von 300.000 Euro veranschlagt“, so Japsers. Auch der Grundschul-Schulhof soll hergerichtet werden - für 150.000 Euro. Stolze 130.000 Euro soll ein Aufzug fürs Gymnasium kosten, der die barrierefreie Erschließung des Obergeschosses ermöglichen soll.

Stefan Jasper konnte zum ersten Mal seit vielen Jahren einen Haushaltsentwurf vorlegen, der ein bescheidenes Plus ausweist. Der Jahresüberschuss beträgt 32.449 Euro. Allerdings sei dies nur einmalig der Fall: „Die Ergebnisse der mittelfristigen Ergebnisplanung stellen sich bereits wieder defizitär dar“, so der Kämmerer. Das leichte Plus für 2020 kommt durch den Verkauf des Wisseler Sees zustande.

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