Charity Ausfahrt

Kalkar on Wheels: Taffe Trucker mit weicher Seele

100 Trucks werden am Samstag, 25 Mai wieder mit krebskranken Kindern von Kalkar nach Emmerich fahren.

100 Trucks werden am Samstag, 25 Mai wieder mit krebskranken Kindern von Kalkar nach Emmerich fahren.

Foto: Cindy Alvarez

Kalkar.   Die Charity-Ausfahrt für krebskranke Kinder war diesmal schon nach sechs Minuten ausgebucht. 100 Trucks fahren von Kalkar nach Emmerich.

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Bereits Monate im Voraus strahlten die Organisatoren des Charity-Events „Wunderland Kalkar on Wheels“ übers ganze Gesicht: Alle 100 LKW-Plätze inklusive Begleitfahrzeuge für die Ausfahrt mit kranken und behinderten Kindern am Samstag, den 25. Mai waren nach sechs Minuten vergeben, nach 3,5 Stunden hatten sich schon 250 Trucks für das große Festival in und um die Eventhalle angemeldet und bei Anmeldeschluss waren es unglaubliche 500 Anmeldungen. Das war eindeutig neuer Rekord zum Vorjahr und löste bereits im Vorfeld Begeisterung aus.

Ein unbeschreibliches Gefühl

„Es ist unbeschreiblich… wenn man mal überlegt, dass wir in den ersten zwei Jahren die Unternehmen um ihre Teilnahme bitten mussten. In Deutschland kannte man sowas bis dato ja gar nicht, in den Niederlanden hingegen schon“, sagt Han Groot Obbink, Geschäftsführer des Wunderland Kalkar.

„Wer als Elternteil ein krankes Kind zuhause hat, der hat wirklich große Sorgen. Wir möchten alle Beteiligten für einige Stunden davon ablenken. Die Kinder malen uns schon seit Monaten begeistert Bilder. Viele zählen die Tage und Nächte bis zum großen Ereignis. Oft fällt der Satz „Nur noch ein paar Mal schlafen“. Wir sind natürlich ebenfalls aufgeregt. Die Route geht durch deutsche und niederländische Städte und Dörfer, es fühlt sich aber trotzdem ein bisschen wie eine kleine Tour de France an.“

Schwerkranke Kinder dürfen im LKW mitfahren

Bereits zum 6. Mal sitzen teils schwerkranke und auch behinderte Kinder als Copiloten neben LKW-Fahrern und dürfen vom Bock aus den tausenden Zuschauern zuwinken, die am Wegesrand stehen und jubeln. Mit dabei sind 25 Kinder der Kinderkrebsklinik Düsseldorf, 55 Kinder der niederländischen Stiftung Happy Smile und 50 Kinder der umliegenden Stiftungen (u.a. Lebenshilfe Rees und Kleve, Streetworkerkids Kalkar etc.).

Und auch Geschwister fahren in Bussen mit und dürfen gemeinsam mit Bruder oder Schwester einen unvergesslichen Tag erleben. An diesem Samstag gilt wohl für alle Teilnehmer: Mit Gänsehaut in den Truck rein und am Ende einfach überglücklich wieder aussteigen.

Um 10 Uhr startet der Konvoi in Kalkar

Unter musikalischer Begleitung fällt um 10 Uhr die Startflagge im Wunderland Kalkar. Angeführt wird der Konvoi vom Auto des Projektmanagers Leon Westerhof, der alle Genehmigungsunterlagen mit sich führt. 100 Kolosse nehmen dann in jeweils 10er-Gruppen (in jedem 1. Gefährt wird ein Begleiter des THW Emmerich sitzen) die folgende Route entlang des schönen Niederrheins auf.

Im Führerhaus wird viel gelacht, ab und zu kullert ein Tränchen – es entstehen richtige Freundschaften. Die Zeit hoch dort oben wird jedoch nicht zuletzt unvergesslich durch die vielen Menschen in den einzelnen Städten und Ortschaften, die alles und jeden mobilisieren, um den Reisenden am Straßenrand einen gebührenden Empfang zu bereiten.

Großes Programm entlang der Strecke

Folgende Events sind für den Tag geplant:

Hönnepel: Ein Grill- und Getränkestand an der alten Molkerei sorgt für Leib und Seele. Die Mini-Trucker werden mit Fahnen und Transparenten begrüßt.

Kalkar: In der historisch anmutenden Hansestadt empfangen Vereine den Stahl-Lindwurm mit Musik und Jubel (Bürgerschützenverein, Jugendfeuerwehr, Karnevalsverein, Fußballverein), zwei sich überkreuzende Leiterwagen der Feuerwehr stehen am Markt. Hier erhalten die Kinder ein Erinnerungsgeschenk, auch wird ein Foto gemacht.

Emmerich: In Emmerich ist der Konvoi von der Rheinpromenade aus schon von weitem auf der anderen Straßenseite bzw. auf der Rheinbrücke zu sehen, bevor er auf die ein Kilometer lange Flaniermeile einbiegt. Geschmückte Balkone, Ballonkünstler, Musikkapellen, Gastronomiebetriebe mit vollen Tischen, ein Willkommensbogen des THW, ein Schiff mit Wasserfontäne und vieles mehr warten dann gemeinsam mit einigen tausend Zuschauern (mit 5.000 Fahnen) auf die Powerboliden und ihre Fahrer/Beifahrer.

• ´s-Heerenberg: Hier wurde die Idee zu WKOW geboren. Viele Verkaufsstände und Vereine an den Straßen bereiten ein lebhaftes Willkommen.

• Grieth: Am Feuerwehrgerätehaus wird gegrillt, Vereine grüßen und die Feuerwehr plant ebenfalls eine herzliche Begrüßung für den Lindwurm.

• Wissel: Verschiedene Vereine säumen die Straßen und die Zuschauer winken mit Fähnchen.

Nach der Rückkehr dürfen alle Trucker-Kids in Kernie´s Familienpark - Toben und ausgelassenes Herumtollen nach langem Sitzen sind dann angesagt. In und um die Eventhalle des Wunderland Kalkar/der Messe Kalkar wartet ein Trucker-Festival mit den Livemusik-Künstlern Willem Barth, Willi Girmes, Tinus Hoekstra, Michel Wolsink, Winni Biermann & Sarah Hübers, die sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellen und gratis auftreten.

Auf dem Gelände könnenn rund 500 Trucks bestaunt werden (diese fahren nicht bei der Ausfahrt mit) - das sind im Vergleich zu den 247 aus 2018 fast doppelt so viele. Erwartet werden Besucher aus dem gesamten Kreis-/Grenzgebiet, dem Ruhrgebiet und sogar aus Thüringen.

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