Gesundheit

Kalkarer Nikolaus-Hospital bekommt eine Tagesklinik

Sechs Wochen vor der Eröffnung der neuen Tagesklinik präsentieren Alexander Noack (links) und Dr. Gerd Gromann die neuen Räume der Tagesklinik.

Sechs Wochen vor der Eröffnung der neuen Tagesklinik präsentieren Alexander Noack (links) und Dr. Gerd Gromann die neuen Räume der Tagesklinik.

Foto: KKLE/Thomas Momsen

Kalkar.   Das St.-Nikolaus-Hospital soll als psychiatrisches Zentrum die stationäre und ambulante Versorgung im Kreis Kleve verbessern.

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Das St. Nikolaus-Hospital in Kalkar wird zum 1. Juli eine neue Tagesklinik für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen eröffnen. Damit möchte das Katholische Karl-Leisner-Klinikum das Profil der Einrichtung stärken und in Kalkar ein psychiatrisches Zentrum etablieren, das die stationäre, teilstationäre und ambulante Versorgung der Menschen im Kreis Kleve verbessert.

„Wir sehen einen steigenden Versorgungsbedarf in der Psychiatrie und in der Psychotherapie“, so Geschäftsführer Bernd Ebbers. „Die neue Tagesklinik schließt eine Lücke zwischen stationärer und ambulanter Behandlung.“

Tagesklinik für Menschen mit Depressionen

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik werde um vier Betten auf 74 Betten aufgestockt. Eine psychiatrische Tagesklinik mit 14 Plätzen wird die teilstationäre psychiatrische Versorgung ab dem 1. Juli ergänzen. Zur Einrichtung der Tagesklinik wurde eine Station des St. Nikolaus-Hospitals in den vergangenen Monaten für etwa 300.000 Euro umgebaut und renoviert. Hell und freundlich präsentieren sich die Räume des Altbaus.

„Wir verbessern die Versorgung für die Menschen in der Region und darüber hinaus“, freut sich Alexander Noack, Regionaldirektor des St.-Nikolaus-Hospitals. „Die Menschen profitieren sehr unmittelbar von diesem neuen Angebot.“ Das Therapieprogramm der neuen Tagesklinik richtet sich vor allem an Patienten mit Depressionen, Angst- und Panikstörungen, Zwangserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Anpassungs- und posttraumatischen Belastungsstörungen. Für Mütter mit postnataler Depression ist ein gemeinsamer Klinikaufenthalt mit Säugling möglich.

Individuelles Therapieprogramm

Im St. Nikolaus-Hospital erwartet die Patienten der Tagesklinik ein ebenso individuelles wie intensives Therapieprogramm. „Die Behandlung ist mit etwa sechs bis acht Wochen deutlich kürzer als eine ambulante Psychotherapie“, erläutert Dr. Gerd Gromann, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Fachärzte, Psychologen, Ergo- und Kunsttherapeuten, Bewegungstherapeuten und Sozialarbeiter kümmern sich in einem interdisziplinären Team um die psychische Stabilisierung der Patienten. Das Angebot reicht dabei vom Achtsamkeitstraining bis zur Kunsttherapie, vom sozialen Kompetenztraining bis zur Medikamentenberatung.

Feste Tagesstruktur mit Bindung zur Familie

Die Therapien der Tagesklinik finden dabei montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr statt, Wochenenden und Feiertage verbringen die Patienten zuhause. „Eine feste Tagesstruktur und die Bindungen zu Familie und Freundeskreis gehen im Sinne des Therapieerfolges Hand in Hand“, so Dr. Gerd Gromann.

Weitere Informationen zur neuen Tagesklinik und zu Anmeldemöglichkeiten gibt die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ab sofort unter Telefon 02824/17-161.

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