Burganlage

Kalkarer Verein möchte die Monterburg erforschen

Lambert Doomer: Kalkar vom Monterberg aus gesehen. Dommer hat dieses Bild 1663 gemalt.

Lambert Doomer: Kalkar vom Monterberg aus gesehen. Dommer hat dieses Bild 1663 gemalt.

Foto: NRZ-Archiv

Kalkar.   Ein Kalkarer Verein möchte das kulturhistorische Erbe der Stadt stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses stellen.

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Der Verein Monterburg e.V. aus Kalkar möchte die ehemalige Burg Monterberg in Kalkar wieder ins Gedächtnis der Bevölkerung rücken. Die Vereinsvorsitzenden Carsten van Dornick und Peter A. Wolters haben jetzt einen Antrag an den Ausschuss für Bürgerbeteiligung gestellt.

Burganlage erforschen

Konkret möchten sie die ehemalige Burganlage besser erforschen und denkmalgerecht erhalten. Die Aktivitäten richten sich auf einen Burgplatz, der für die Geschichte der Stadt Kalkar, des Kleverlands und des deutsch-niederländischen Kulturraums am unteren Niederrhein bedeutend war, aber weitgehend in Vergessenheit geraten ist.

Die Antragsteller äußern den Wunsch, dass man die Burg Monterberg sichtbar und erlebbar macht, um in den nächsten 20 Jahren das kulturhistorische Profil der Stadt Kalkar zu stärken. Die reiche Historie der Hansestadt sei unbestritten das prägende Merkmal Kalkars.

Euregionales Fremdenverkehrskonzept

Die Antragsteller haben mehrere Punkte, die sie gerne umsetzen möchten. Zum einen soll ein Konzept für die kurz- und mittelfristige Erschließung des Burggeländes und des Umfeldes erfolgen. Hierbei spielen kulturelle, öffentlichkeitswirksame und touristische Zielsetzungen für den Verein eine zentrale Rolle. Auch soll das Burggelände in ein euregionales Fremdenverkehrskonzept für die Stadt Kalkar, das Kleverland und die Euregio eingebunden werden.

Als ersten Schritt stellt man sich die archäologische Untersuchung des Römerbrunnen vor. Hier müsse man auch die Belange des Bodendenkmalschutzes beachten. Ziel sei es aber, den Römerbrunnen auch touristisch zu erschließen. Abschließend wünscht sich der Verein, dass die Stadt Kalkar die Erforschung und die Organisation von Veranstaltungen unterstützt.

„Langwierige Aufgabe“

Die Vereinsvorsitzenden schreiben in ihrem Antrag: „Mit der Erforschung und denkmalgerechten Erhaltung sowie dem Sichtbar- und Erlebbarmachen der Burg Monterberg hat sich unser Verein eine komplexe und langwierige/dauerhafte Aufgabe gestellt, die von Ehrenamtlichen nur Schritt für Schritt und mit langem Atem geleistet werden kann. Dabei geht es nicht um den Wiederaufbau einer verschollenen Burg, sondern um die Erforschung und Erhaltung der verbliebenen Relikte, um sie und ihre Geschichte den Bürgerinnen und Bürgern sowie unseren Gästen ansprechend präsentieren zu können. Dies können wir nicht alleine leisten, sondern im Zusammenwirken mit der Stadt Kalkar, die mit Rat und Verwaltung über das politische Instrumentarium und die administrative Schlagkraft verfügt.“

Kosten auflisten

Die Kalkarer Stadtverwaltung wünscht sich eine weitere Konkretisierung der finanziellen Auswirkungen des angedachten Projektes. Eine konkrete Zusage, das Projekt zu unterstützen, gibt es daher noch nicht.

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