Kleve Südstadt

Kleine Projekte mit großer Wirkung

MdB Barbara Henricks besucht das Jugendzentrum Moms und die kleinen "Gärten" an den Wohnhäusern in der Südstadt, mit dabei Fachbereichsleiter der Stadt, Jan Traeder, Kämmerer Willibrord Haas, Vertreter des Moms Steffen Tewes und Lea Volkmann, Vertreter des Theodor-Brauer-Hauses Andrea Schaffeld und Bernd Pastoors

MdB Barbara Henricks besucht das Jugendzentrum Moms und die kleinen "Gärten" an den Wohnhäusern in der Südstadt, mit dabei Fachbereichsleiter der Stadt, Jan Traeder, Kämmerer Willibrord Haas, Vertreter des Moms Steffen Tewes und Lea Volkmann, Vertreter des Theodor-Brauer-Hauses Andrea Schaffeld und Bernd Pastoors

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Bundesprogramm „Jugend stärken im Quartier“ trägt in der Klever Südstadt Früchte. Ex-Ministerin Barbara Hendricks sah, wohin Zuschüsse flossen.

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Als Bauministerin hatte Barbara Hendricks (SPD) mit verantwortet, dass Geld für sogenannte „Mikroprojekte“ in die Klever Südstadt flossen. Wie die 365.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Jugend stärken im Quartier“ Früchte tragen, konnte sie nun bei einem Besuch vor Ort sehen.

Im Jugendhaus Moms am Ehlersweg hat das Theodor-Brauer-Haus (TBH) als Träger vor allem in Personal investiert. Neben Sozialarbeiterin Hildegard Hollands und Moms-Leiter Sozialarbeiter Steffen Thewis setzen sich jetzt auch Erzieherin Lea Volkmann und Janine Hübner (an zwei Tagen pro Woche) für täglich rund 80 Kinder und Jugendliche und deren Eltern ein. Kim Diedenhofen, Jahrespraktikantin von der Hochschule Arnheim/Nimwegen (HAN), ist auch dabei.

Ziel ist, dass die Menschen hier gern wohnen

Einheimische und zugezogene Kinder und Jugendliche erleben hier Hausaufgabenbetreuung, Sprachunterricht, Berufsberatung, Bewerbungstraining, Spiel und spannende Projekte. Kinder halfen auch mit, auf dem riesigen beliebten und belebten Bolzplatz hinter den Häusern an der Brüningstraße kleine „Gärten“ in hölzernen Hochbeeten anzulegen. „Sie standen Schlange am Akku-Schrauber.“ Die Eltern und Großeltern aus aller Herren Länder bauen hier jetzt auf kleinstem Raum Gemüse und Gewürze an und reichen ihr Wissen aus der Heimat an die Jüngeren weiter.

„Wir docken an, wo Bedarfe sind und nehmen alle Generationen mit“, sagt Fachbereichsleiter für Jugend und Familie der Stadt, Jan Traeder. Das neue Mehr-Generationen-Trainingsspielgerät, für das nun jeden Dienstag ein professioneller Trainer vor Ort kommt, werde gut angenommen. „Ziel ist, dass die Menschen hier gern wohnen und im Quartier die Fluktuation abnimmt, sonst würden solche Projekte verpuffen“, sagt Traeder.

Berechtigte Hoffnung auf weitere 500.000 Euro

Barbara Hendricks ist zwar keine Ministerin mehr, aber als Bundestagsabgeordnete immer noch nah an den Entscheidern. Die aktuellen Geldmittel für die Förderung der „Jugend im Quartier“ laufen im Dezember aus. Durch dieses Projekt aber hat das Moms das Recht, einen Folgeantrag für eine zweite Förderphase mit 512.000 Euro (bis Sommer 2022) zu stellen. „Moms mobil“ soll das Thema sein, hofft das Team der Südstadt. Ein vorzeitiger Beginn der Maßnahme sei förder-unschädlich möglich, stellte Kleves Kämmerer Willibrord Haas gleich vor Ort in Aussicht.

„Wenn die Frau nicht gearbeitet hätte, hätten wir hier vieles nicht“. zeigte Andrea Schaffeld auf die Ex-Ministerin. „Korrekt, Mann!“ kommt gleich die lobende Antwort aus coolem Kindermund.

„Wir haben Freude daran, was hier entstanden ist. Die Menschen brauchen gute Bedingungen“, sagte Andrea Schaffeld.

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