Karl-Leisner-Grundschule

Kleve: Alte Schultoiletten in der Grundschule müffeln

Unangenehme Gerüche sollen aus den Toiletten an der Karl-Leisner-Grundschule in Kleve emporsteigen

Unangenehme Gerüche sollen aus den Toiletten an der Karl-Leisner-Grundschule in Kleve emporsteigen

Foto: Leserfoto

Kleve.  Die komplette Toiletten-Anlage der Karl-Leisner-Grundschule ist genau so alt wie die Schule selbst: 50 Jahre. Eine Mutter beschwert sich.

Auf den Fluren und Gängen der Karl-Leisner Grundschule in Kleve müffelt es. Der unangenehme Geruch kommt von den Schultoiletten. Eine Mutter hat sich nun an die Zeitungsredaktion gewandt, weil das Problem inzwischen so groß sei, dass viele Kinder die Schul-WCs nicht mehr benutzen möchten.

Der Hintergrund: Die komplette Toiletten-Anlage der Karl-Leisner- Grundschule ist genau so alt wie die Schule selbst: 50 Jahre. In dem halben Jahrhundert gab es zwar immer mal wieder kleinere Reparaturen, aber keine großen Sanierungsmaßnahmen, geschweige denn einen Austausch.

Dabei kann man die sanitären Anlagen fast schon als historisch bezeichnen. Die unangenehmen Gerüche, die über die Flure und teilweise eben auch in die Klassenräume wabern, hindern viele Schüler inzwischen daran, die Anlagen zu benutzen.

Mutter: „Schüler unterdrücken ihren Harndrang“

„Das ist wirklich schlimm und geht inzwischen auf die Gesundheit der Schüler: Sie unterdrücken ihren Harndrang, das kann sehr schädlich sein“, sagt Catrin Senger, die Mutter einer Schülerin der Karl-Leisner-Grundschule ist. Über die dortigen Zustände in Sachen „Toiletten“ ist sie sehr besorgt.

Die Zeitungsredaktion hat die Klever Stadtverwaltung als Schulträgerin mit den Vorwürfen konfrontiert. Die Antwort, geliefert von Stadt-Sprecher Jörg Boltersdorf: „Die WC-Anlagen an der Karl-Leisner Grundschule sind trotz ihres Alters in einem einwandfreien technischen Zustand.“ Außerdem seien auch bei Begehungen des Kreises Kleve keinerlei Mängel festgestellt worden.

Eine erste Begehung durch die Stadt ist erfolgt

Dennoch sei die Geruchsproblematik bekannt. „Sie wird bereits bearbeitet, um hier Abhilfe zu schaffen“, so Kleves Sprecher Jörg Boltersdorf.

Wie genau die Maßnahmen aussehen, verrät die Stadt allerdings nicht. Eine Anfrage in der Schule ergab aber, dass es inzwischen eine Begehung gegeben hat.

Daraufhin wurde dann auch gehandelt und der Plan entwickelt, ein spezielles, biologisch abbaubares Reinigungsmittel einzusetzen. Dieses soll den Urinstein auflösen, der wohl für die unangenehmen Gerüche verantwortlich ist. MC

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