Zentrum Kleve

Kleve beschließt einen Bebauungsplan für den Minoritenplatz

Die grüne Wallgrabenzone in Kleve wird deutlich breiter. Am Montag beginnen die Arbeiten.

Die grüne Wallgrabenzone in Kleve wird deutlich breiter. Am Montag beginnen die Arbeiten.

Foto: AG

Kleve.   Es wurde jahrelang diskutiert, jetzt hat die Klever Politik einen Deckel drauf gemacht: Der Minoritenplatz wird bebaut, aber es wird auch grüner.

Über dieses Vorhaben wurde schon so viel diskutiert, da mag man als Klever Bürger den Überblick verlieren. Was passiert denn jetzt eigentlich mit dem Minoritenplatz?

Am Mittwochabend vollzog der Klever Stadtrat in dieser Endlosdiskussion einen wichtig Schritt: Mit der großen Mehrheit der Parteien CDU, SPD, Grüne und FDP wurde Bebauungsplan 1-279-2 beschlossen und damit festgelegt, dass der heutige Parkplatz künftig auf zwei Baufeldern bebaut werden kann und dass die Wallgrabenzone deutlich breiter wird. Der neue Bebauungsplan ist ein Kompromiss: Es wird gebaut, es wird im Zentrum der Stadt aber auch deutlich grüner. Bereits am kommenden Montag werden die Arbeiten für den breiteren Grüngürtel beginnen. Der Nachteil: Es fallen Parkplätze auf dem Minoritenplatz weg.

CDU: Es gibt noch viele Facetten zu besprechen

Die Klever Fraktionen zeigten sich größtenteils zufrieden mit dem Plan: „Wir stehen am Ende eines jahrelangen Prozesses“, sagte CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing. Der neue Bebauungsplan sei gelungen und lasse der Stadt alle Optionen offen: „Der Rat hat es nun in der Hand, ob und wie die Grundstücke veräußert werden, ob wir die Flächen öffentlich oder privat nutzen. Es gibt noch viele Facetten, die noch zu diskutieren sind“, sagte Gebing. Der heutige Zustand sei eine schlechte Lösung: „Der Platzplatz ist und bleibt eine hässliche Fläche.“ Gebing betonte, dass die Bauflächen nun relativ klein seien: „Es ist überschaubar“.

Petra Tekath (SPD) erinnerte noch einmal an das Eckpunktepapier, in dem die Politik der Verwaltung Vorgaben gemacht hatte. Sämtliche Wünsche sieht sie erfüllt: „Wir haben einen Rathausplatz mit 1800 Quadratmetern, wir haben eine Grünzone, die größer ist als die Baufenster, und wir haben zwei Baufelder von 1200 und 1400 Quadratmetern.“ Wenn die Wallgrabenzone hergestellt ist, werden viele erkennen, wie klein die Baufelder tatsächlich sind, so Tekath.

FDP will jetzt zügige Debatte über Bauvorhaben

Daniel Rütter (FDP) hofft darauf, dass man nun bald über konkrete Bauvorhaben sprechen kann. „Es sind viele Dinge denkbar: eine Markthalle, Wohnen, Gastronomie.“ Er geht zwar nicht davon aus, dass der Plan eins zu eins umgesetzt werden wird, aber über „Horrorplanungen“ à la Sontowski müsse man nicht mehr reden.

Grünen-Sprecherin Hedwig Meyer-Wilmes unterstrich, dass die Stadt Wohnbebauung benötige und auch Räume zur Erholung. „Diese Fläche benötigt einen ästhetischen Gebäudeabschluss“, so Meyer-Wilmes. Im Untergrund wünschen sich die Grünen einen großen Fahrradparkraum. Als Warnung an alle Bauausführenden sagte sie: „Wir werden auch über den Erhalt der Linde wachen!“

Unabhängige Klever lehnen den Bebauungsplan ab

Die Unabhängigen Klever blieben bei ihrer ablehnenden Haltung. Fabian Merges brachte noch einmal das Konzept eines Ereignisplatzes ins Spiel: „Vielen Bürgern liegt es am Herzen, dass dort nicht gebaut wird“, so Merges. Anne Fuchs von den Offenen Klever ließ wissen, dass eine Mehrheit der Klever sich gegen eine Bebauung ausspreche.

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