Expo Real

Kleve braucht weiteren Wohnraum

Vertreter der Kreis Klever Kommunen, der Kreisverwaltung, der Wirtschaftsförderung, des Flughafens Weeze vertraten den Kreis Kleve bei der Expo Real in München.

Foto: Andreas Gebbink

Vertreter der Kreis Klever Kommunen, der Kreisverwaltung, der Wirtschaftsförderung, des Flughafens Weeze vertraten den Kreis Kleve bei der Expo Real in München. Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Da die Stadt nach wie vor wächst, müssen auch die Wohnbaugebiete ausgedehnt werden. Viertes Studentenwohnheim an der Flutstraße wird bald gebaut.

Kleve braucht weiteren Wohnraum. Kämmerer Willibrord Haas rechnet fest damit, dass auch in Zukunft dringend neue Wohnbaugebiete in der Stadt benötigt werden. Allein zwischen Juli 2016 und Juli 2017 sei die Bevölkerung um 852 Menschen gewachsen und damit gehöre Kleve zu den prozentual am stärksten prosperierenden Regionen NRWs. Seit Mitte 2016 sei Gesamt-NRW um 10.000 Einwohner gewachsen. „Wir sind als Standort sehr attraktiv“, sagte Haas auf der Immobilienmesse Expo Real in München im Gespräch mit der NRZ.

Stärkere Quartiersentwicklung

Für die Zukunft wünscht sich der Erste Beigeordnete eine stärkere Quartiersentwicklung. Denn neben Sozial- und Studentenwohnungen braucht Kleve vor allem auch Platz für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Auf diesem Gebiet könne man die hohe Nachfrage zurzeit nicht befriedigen. Aktuell sind Neubaugebiete am Mühlenberg (40 bis 50 Wohneinheiten), Meerfeldstraße (15 WE) und in Donsbrüggen (10 bis 15 WE) in der Planung. „Das ist aber viel zu wenig. Es gibt deutlich mehr Bedarf“, sagt Haas. „Und hier sehe ich auch die größten Probleme für die Zukunft.“ Aktuell verfüge man über eine Wohnbaureserve von 20 Hektar. Über 40 bis 60 Hektar habe man aus privatrechtlichen Gründen keinen Zugriff: „Da werden wir mit der Bezirksregierung noch einmal reden müssen“, sagt Haas. Schließlich müsse man auch das Bevölkerungswachstum berücksichtigen.

Sozialer Wohnungsbau bleibt wichtig

Auch das Thema sozialer Wohnraum bleibt für Kleve wichtig. Zurzeit gebe es 585 Sozialwohnungen als selbst genutztes Wohneigentum und 1428 soziale Mietwohnungen. Auch dies werde in Zukunft nicht ausreichen. Haas möchte allerdings durchmischte Wohngebiete erreichen: „Ideal wäre eine Aufteilung von 50 zu 50 zwischen Sozialwohnungen und frei finanziertem Wohnraum“, so der Kämmerer. „Das Beispiel Richard-van-de-Loo-Straße zeigt, dass dieses Konzept funktioniert“, so Haas. Die Wohneinheiten seien bereits gänzlich vermarktet.

Hochschule Rhein-Waal wurde zum Erfolg

Die Hochschule Rhein-Waal ist zu einem überragenden Erfolg geworden. Aktuell studieren in Kleve 4878 junge Menschen (insgesamt 6757). Ursprünglich war angedacht, dass in Kleve gut 3000 Studierende dauerhaft am Spoykanal lernen. Auch dieses Wachstum zieht eine weitere Bebauung nach sich. Haas bestätigte, dass an der Flutstraße der vierte Studentenkomplex mit annähernd 50 Wohnungen bald errichtet werden kann. Die Bauanträge seien bereits gestellt worden. Die ursprüngliche Planung von 350 Studentenwohnungen in Kleve könne man nicht aufrechterhalten: „Wir wollen noch einmal ein Gutachten in Auftrag geben, welches die Situation des studentischen Wohnens durchleuchten soll“, so Haas. „Unsere Einschätzung ist, dass die Wohnungen zurzeit nicht ausreichen.“

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