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Kleve: Die Bensdorp-Fassade wird bis 2022 schön

Jan Holtfester vor der Fassade der Bensdorp-Kakao-Fabrik. Der Schriftzug wurde geputzt, der Rest folgt später.

Jan Holtfester vor der Fassade der Bensdorp-Kakao-Fabrik. Der Schriftzug wurde geputzt, der Rest folgt später.

Foto: Markus van Offern

Kleve.  Jan Holtfester, Projektentwickler für die Udo-Tjaden-Industriepark, im Gespräch. Denkmalförderung muss jetzt abgewartet werden.

Jan Holtfester ist Projektentwickler für die Udo-Tjaden-Industriepark KG, die die Flächen der alten XOX-Keksfabrik in der Klever Unterstadt und schräg gegenüber der ehemaligen Bensdorp Kakao-Fabrik entwickelt. Auf dem Bensdorp-Denkmal entstand ein Netto-Markt mit würfelförmigen Wohnbauten auf dem Dach. Im Bereich der XOX ist ein L’Osteria-Restaurant in Bau. Die Fassade der Gründerjahre-Fabrik wurde zwar freigestellt, aber nicht saniert. Das sorgte für Kritik im Bauausschuss. Jan Holtfester gibt Auskunft.

Die Udo-Tjaden-Industriepark KG wurde kritisiert, weil die Fassade der Bensdorp immer noch unfertig sei: Mit zugemauerten Fenstern und all den Beschädigungen durch Um- und Anbauten der vergangenen Jahrzehnte.

Jan Holtfester: Es läuft ein Antrag auf Denkmalförderung. Der muss positiv beschieden sein, bevor wir mit den Arbeiten beginnen. Würden wir eher anfangen, würde der Antrag verfallen. Also müssen wir allein schon aus diesem Grund warten.

Sie haben aber mit der Stadt Kleve einen städtebaulichen Vertrag über die Bensdorp abgeschlossen, den Neubau des Netto-Marktes auf dem Gelände und für die Wohnbauten auf dem Dach des Diskcounters...

Das ist richtig. Aber der städtebauliche Vertrag besagt auch, dass wir bis Ende 2022 die Fassade wiederhergestellt haben sollten. Das schaffen wir, da bin ich zuversichtlich. Aber früher nicht, weil die Bensdorp jetzt Schritt für Schritt entwickeln werden wird.

Da ist die Fassade dann nicht der erste Schritt?

Holtfester Momentan ist die L’Osteria auf dem XOX-Gelände in Bau, die sollte im Frühjahr fertig werden. Dann steht das nächste Projekt an – das Mehrgenerationen-Wohnen im Bensdorp-Lager an der Van-den-Bergh-Straße.

Was bedeutet Mehrgenerationen-Wohnen?

Wir wollen bezahlbaren Wohnraum in Kleinwohnungen bieten, der sowohl für Studenten als auch für Senioren interessant und vor allem finanzierbar ist. Dazu haben wir auch schon eine Bauvoranfrage gestellt, die auch schon im nichtöffentlichen Teil des Bauausschusses von der Bauverwaltung der Politik gezeigt wurde. Wenn die Bauvoranfrage positiv beschieden wird, werden wir das Projekt öffentlich vorstellen. Wir prüfen derzeit auch, ob wir auf dem alten Lager ein begehbares Gründach bauen können.

Wann ist denn dann das markante Hauptgebäude der Bensdorp an der Reihe?

Wir werden, nachdem es genehmigt ist, parallel zu den Arbeiten am Lager den Gründerjahrebau entwickeln. Der ist inzwischen fast leer gezogen, so dass wir uns dann Gedanken machen können, wie wir diese Räume nutzen werden.

Gibt es schon erste Überlegungen zur Fassaden-Sanierung?

Wir planen unten im Erdgeschoss einen Wintergarten vor die Fassade zu bauen – da ist ja nicht mehr viel von dem alten Gemäuer übrig geblieben. Dann ab den Rundbogenfenstern wollen wir möglichst nahe an die Originalfassade herankommen. Da ist ja auch noch einiges erhalten – und deshalb haben wir ja auch den Förderantrag gestellt. Im Übrigen haben wir einen Teil der Fassade bereits saniert, so dass jeder schauen kann, wie es in zwei Jahren im Gesamten aussehen kann. Dieser Teil unmittelbar neben dem Café Heicks im Netto-Markt ist nicht vom Förderantrag betroffen, deshalb konnten wir den sanieren.

Was wurde an dieser bereits sanierten Wand des Gründerjahrebaus gemacht?

Es wurden die Fugen gereinigt und ausgebessert, die Schmucksteine an den Fensterumrandungen haben wieder Farbe bekommen und der Bensdorp-Schriftzug wurde aufpoliert. Das ist das, was wir auch mit dem Rest vorhaben und was 2022 fertig sein soll. mgr

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