Baustelle

Kleve: Oraniendeich wird deutlich früher freigegeben

Die Arbeiten auf der Baustelle am Oraniendeich sind weit fortgeschritten.

Die Arbeiten auf der Baustelle am Oraniendeich sind weit fortgeschritten.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve.  Die Sanierung des Oraniendeichs liegt vor dem Zeitplan. Der Deichverband wird den Fertigstellungstermin in Kürze nennen.

Im Mai 2019 begannen die Bauarbeiten am Oraniendeich zwischen Griethausen und der Emmericher Rheinbrücke. Nun ist das Ende in Sicht – und zwar Monate früher als geplant. Im Laufe dieser Woche sollen der genaue Termin und weitere Informationen bekannt gegeben werden, kündigte Maximilian Pieper, Geschäftsführer des Deichverbandes Xanten-Kleve, auf Nachfrage an.

Das Großprojekt, das auf 25 Millionen Euro veranschlagt wird, diente der Verbesserung und gleichzeitigen Begradigung des Deichs, um für künftige Hochwässer, die wegen der Klimaveränderungen ganz anders ausfallen mögen als gewohnt, gewappnet zu sein. Der Rhein erhält durch den Deichumbau mehr Überflutungsflächen.

Die Deichkrone diente, seit der damalige Bürgermeister Theo Brauer 2005 die Industriestraße bis Griethausen verlängern ließ, als Schnellverbindung vom Klever Industriegebiet zur A 3 in Emmerich. Als die Bauarbeiten begannen, mussten die Kraftfahrer wieder auf die Emmericher Straße ausweichen – sehr zum Verdruss der ohnehin schon leidgeprüften Anwohner.

Altes Schöpfwerk wird später abgerissen

Die Menschen in Kellen können nun schon bald wieder auf Entlastung hoffen. Mittlerweile haben die Arbeiter die Fahrbahnmarkierungen auf den Asphalt aufgetragen, auch die Straßenbegrenzungspfähle wurden bereits gesetzt. „Wir sind schneller fertig als geplant“, so Maximilian Pieper. Die Sperrung der Straße war ursprünglich bis Mai 2022 beantragt worden. „Derzeit befinden wir uns in Abstimmung mit der Baufirma, wann genau die Fertigstellung erfolgen kann.“ Ausführendes Unternehmen ist die Firma Martens en Van Oord aus den Niederlanden.

Das alte Schöpfwerk werde zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen, sagte Pieper. Eine Vollsperrung der Straße sei dafür nicht nötig.

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