Suchmaßnahmen

Kleve: Polizei nennt Gründe für großen Einsatz im Reichswald

Die Polizei durchkämmte bei einem Großeinsatz den Reichswald bei Kleve.

Die Polizei durchkämmte bei einem Großeinsatz den Reichswald bei Kleve.

Foto: Guido Schulmann/tv-niederrhein

Kleve.  Ein großes Polizeiaufgebot suchte am Freitag den Reichswald ab. Die Polizei gab nun auf Nachfrage neue Details zum mysteriösen Einsatz bekannt.

Der Großeinsatz der Polizei im Reichswald am vergangenen Freitag wirft weiter viele Fragen auf: Warum wurde so ein großes Aufgebot (Hubschrauber, Reiter, Hundertschaft) aktiviert, wenn es anscheinend nur um ein verschwundenes Auto und einen mutmaßlichen Wilderer ging? Warum haben die Niederländer ihren Wagen mit Schlüssel stehen lassen? Warum hat man weder vom Auto noch vom Wilderer Spuren gefunden? Ist die Polizei da einer größeren Sache auf der Spur, die noch nicht publik gemacht werden darf?

Die NRZ hakte bei der Pressestelle noch einmal nach. Fest steht, dass die drei Niederländer im Nachbarland polizeilich bekannt sind. Welche Delikte im Raum stehen, darüber möchte die Polizei aber keine Angaben machen.

Unterschiedliche Aussagen der drei Niederländer

Die ursprüngliche Einsatzmeldung lautete, dass es auf der Grunewaldstraße einen Verkehrsunfall gegeben hat und eine Person nicht mehr zu finden ist. Dies sei jedoch einem Verständigungsproblem geschuldet, so die Pressestelle. Als die Beamten vor Ort waren, trafen sie auf die drei Niederländer, die über die Beobachtungen im Reichswald berichteten.

Doch die Niederländer machten unterschiedliche Angaben. Die Polizei teilte jetzt der NRZ mit, dass nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden konnte, ob die unbekannte Person tatsächlich ein am Boden liegendes Tier ausgenommen habe. Um auszuschließen, dass ein Mensch zu Schaden gekommen war, und um das Auto der Zeugen zu finden, wurden die großen Suchmaßnahmen eingeleitet, so die Polizei. Der Einsatz wurde von der Polizei Kleve geleitet.

Negativer Alkohol- und Drogentest

Doch warum haben die Männer das Auto stehen lassen? Gegenüber der Polizei erklärten sie, dass die unbekannte Person auf das Auto zugelaufen sei. Aus Angst hätten sie den Wagen nicht mehr starten können und seien daher zu Fuß geflüchtet. Einer der Männer wurde auf Alkohol und Drogen getestet, das Testergebnis war allerdings negativ.

Die Polizei bestätigte, dass einer der drei Zeugen Besitzer des Fahrzeugs ist. Der Einsatz habe keine Erkenntnisse geliefert, dass es sich im Hintergrund um eine andere Art der Kriminalität handeln könnte als den Diebstahl des Autos und die Beobachtung eines mutmaßlichen Wilderers.

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