Jahresrückblick

Kleve und das Jahr 2019

Steffi Neu führte durch den Abend.

Steffi Neu führte durch den Abend.

Foto: Markus van Offern

Kleve.  Steffi Neu präsentierte in der Stadthalle die Highlights aus Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft. Donnernder Applaus für Amadou aus Guinea.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Großveranstaltung, die am Nikolausabend die Stadthalle mit 600 Gästen füllte.

Was ist Made in Kleve? Der Jahresrückblick „Made in Kleve“ hat sich zur Tradition entwickelt, in diesem Jahr feiert er bereits den zwölften Geburtstag. Das Konzept lautet: Mit Künstlerauftritten, Live-Interviews und Filmbeiträgen wird das bald vergangene Jahr reflektiert.

Wer sind die Macher dahinter? Ausgerichtet wird Made in Kleve vom Presseclub, der Sparkasse Rhein-Maas und den Stadtwerken. Gesicht des Jahresrückblicks ist WDR2-Moderatorin Steffi Neu, die den Abend erstmals alleine moderierte. Für die Organisation zeichnen Manuel Funda, Andrè Budde, Lothar Quartier, Christian Reintjes und Helmut Vehreschild sowie Sparkassen-Vorstand Wilfried Röth verantwortlich.

Wie war das Jahr 2019? Ludger Kazmierczak erklärte im Video-Interview, dass die vergangenen zwölf Monate für ihn als Kabarettisten wenig ergiebig gewesen seien. Bewegt war´s trotzdem: Die Kaskade erhitzte die Gemüter, das Hallenbad sagte adieu, Hochschul-Präsident Oliver Locker-Grütjen wurde eingeführt. Die Kreisstadt zeigte Herz, als es um Spenden für den an Leukämie erkrankten Ben ging. Der Oraniendeich wurde gesperrt, der Klimanotstand ausgerufen und das Sternbuschbad eröffnet.

Wer ist die politische Persönlichkeit des Jahres 2019? Ehe Steffi Neu diese auf die Bühne bat, wurde Made in Kleve auf Kleefse Platt eröffnet. Karnevalistin Petra Rinke grüßte die „Haute volaute und meinen Mann“, immerhin avancierte Made in Kleve erneut zum Stelldichein von Lokalpolitik, Wirtschaft und Kunst. Dann aber hatte Daniel Boßmann-van Husen seinen großen Auftritt. Der Abiturient prägte das vergangene Jahr als Gesicht der Klever Fridays for Future-Bewegung. Lässig, mit einer Hand in der Hosentasche und breitem Grinsen auf dem Gesicht stand Boßmann-van Husen Rede und Antwort. „Kleve wird das Klima nicht retten, aber wir können unseren Teil beitragen“, sagte er.

Wer waren die sportlichen Größen? Das Aushängeschild im lokalen Sport war 2019 die Familie Büning aus Nütterden. Vater Marcus und Sohn Dominic gehören zu den besten Hürdenläufern der Republik, fünf Mal pro Woche trainieren sie gemeinsam. Es folgte Carolin Joeken, die mit ihrem Europäischen Schlittenhund „Nick“ in der Sportart „Canicross“ auf dem Treppchen der Europameisterschaft landete.

Wer berührte das Publikum? Donnernden Applaus erhielt Amadou aus Guinea. Schon 2016 stand der Flüchtling bei Made in Kleve auf der Bühne und erzählte seine Erfolgsgeschichte. Nun schrieb diese ein neues Kapitel: Der Elektriker-Geselle, der mit „dat“ und „wat“ längst im niederrheinischen Zungenschlag angekommen ist, konnte auch seine Frau nach Kleve holen. Sie saß mit ihren drei Kindern im Publikum.

Welche Künstler standen auf der Bühne? Als erstes trat die Gruppe „Keyboard Experience“ auf. Markus Kock gab einen humoristischen Ausblick auf das Jahr 2020, wenn Ludger Kazmierczak Bürgermeister und der „Monday for Minoriten“ ins Leben gerufen würde. Für den Abschluss des Abends sorgte DSDS-Kandidat Lukas Kepser, der mit dem neuseeländischen Superstar-Kollegen Nick Ferretti das Publikum begeisterte. Zum Finale spielten sie „Cordula Grün“. Kepser sei sich nicht sicher gewesen, ob der Schlager-Hit nicht „zu niveaulos“ fürs Made-in-Kleve-Publikum wäre. Die Sorge aber war unbegründet: Völlig ungeniert tanzten und sangen die Besucher mit.

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