Wohnungsbau

Kleve vermarktet bald über 50 Grundstücke für Häuslebauer

Am Mühlenberg in Kleve sollen 23 neue Baugrundstücke entstehen.

Am Mühlenberg in Kleve sollen 23 neue Baugrundstücke entstehen.

Foto: Andreas Gebbink / NRZ

Kleve.  Kämmerer Willibrord Haas möchte im Herbst mit der Vermarktung beginnen. Er rechnet mit einer großen Nachfrage. Sozialkomponente für Familien.

Die Stadt Kleve wird im Herbst wieder vermehrt Baugrundstücke selbst vermarkten. Zuletzt hatte die Stadt vor acht Jahren im größeren Stil Grundstücke für private Häuslebauer angeboten. Nun werden im Herbst 2019 50 bis 60 Grundstücke auf den Markt kommen, die vor allem für Familien attraktiv sein sollen. Kämmerer Willibrord Haas rechnet mit einer großen Nachfrage.

Kleine Privatinvestoren sollen zum Zuge kommen

Obwohl in Kleve in den vergangenen Jahren enorm viel gebaut worden ist, muss man bis ins Jahr 2011 zurückgehen, um städtische Angebote für Häuslebauer zu finden. Vor allem Wohnungsbaugesellschaften und potente Privatinvestoren haben zusätzlichen Wohnraum geschaffen. Jetzt sollen erstmals wieder kleine Privatinvestoren zum Zuge kommen. Im Gespräch mit der NRZ sagte Kämmerer Willibrord Haas, dass dies ein gutes Signal sei: „Wir wollen, dass die Grundstückspreise moderat bleiben“. Daher werde es auch für Familien subventioniertes Bauland geben. Haas hofft darauf, dass man durch die jetzt beschlossenen Bebauungspläne auch die zuletzt eingetretene Wanderungsbewegungen nach Bedburg-Hau und Kranenburg eindämmen kann.

Der Rat der Stadt Kleve hat vier größere Bebauungspläne beschlossen, die die Errichtung von Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften zulassen. Eines der größten Neubaugebiete wird am Mühlenberg zwischen Stadionstraße und der neuen Willi-Brandt-Straße entstehen. 23 Grundstücke werden hier ausgewiesen. Einen entsprechenden Preisvorschlag wird der Kämmerer nach der Sommerpause unterbreiten. Um das Baugebiet zu erschließen, wird jetzt eine neue Straße errichtet. Entlang der Stadionstraße werden zwischen dem Kindergarten und dem ehemaligen Asylbewerberheim noch zwei weitere Mehrfamilienhäuser – gegebenenfalls durch die Gewoge errichtet.

Neubaugebiet für Kleve-Rindern

Das zweite größere Neubaugebiet wird am Brodhof in Rindern entstehen. In Ortsrandlage Richtung Düffelward werden 15 Grundstücke à 400 bis 700 Quadratmeter ausgewiesen. Die Zufahrt des Baugebietes erfolgt über die Keekener Straße. Der Bebauungsplan sieht eine große Ausgleichsfläche mit Begrünung vor. Konkretere Vorgaben für die Bauausführung möchte man den Bauherren nicht machen: „Die Bauherren sollen in eigener Verantwortung ihr Haus errichten können“, so Haas.

Elf Grundstücke entstehen auch an der Neerfeldstraße in Kellen . Das Baugebiet liegt in unmittelbarer Nähe zu dem Naturpark Kellen und dürfte dadurch einen besonderen Reiz erhalten. Haas freut sich, dass das Baugebiet nach längeren Diskussionen nun im Herbst vermarktet werden kann: „Das ist ein schöner Erfolg“.

Etwas versteckt, aber mitten in der Stadt, liegen die acht Baugrundstücke am Hellingsbüschchen. Auch hier sind Einfamilienhäuser und Doppelhaushälfte zulässig. Über eine noch zu bauende Stichstraße von der Lindenallee wird das Baugebiet erschlossen. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum Gustav-Hoffmann-Stadion. Ein formaler Beschluss des Rates steht allerdings hier noch aus.

In trockenen Tüchern ist hingegen das Baugebiet „ Zum Breijpott “. Auch hier werden acht Grundstücke angeboten, davon die Hälfte durch die Stadt.

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