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Kleve: Vodafone hat die Störung bei 2095 Kunden behoben

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Zerstörte Kabel müssen auf einer Länge von 650 Metern erneuert werden.

Zerstörte Kabel müssen auf einer Länge von 650 Metern erneuert werden.

Foto: Jakob Studnar / FUNKE Foto Services

Kleve.  Vodafone-Kunden in Kleve waren eineinhalb Tage ohne Telefon und ohne Internet, TV kam über Extra-Satellit. So wurde jetzt alles repariert.

Die Störung im Vodafone-Kabelnetz im Bereich Kleve ist behoben. Seit Donnerstag um 18.41 Uhr können die 2095 betroffenen Haushalte wieder das Breitband-Internet nutzen und im Festnetz telefonieren. „Die TV-Grundversorgung hatten wir ja bereits am Mittwochabend wieder hergestellt“, meldet ein Konzernsprecher. Dazu war schon Mittwochabend eine mobile Satelliten-Ersatz-Anlage nach Kleve gebracht und in Betrieb genommen worden. „Die Kunden werden in Kürze auch die restlichen TV-Sender wieder in gewohnt guter Qualität empfangen können. Wir bitten die 2095 betroffenen Kunden um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten“, so der Sprecher.

Für die Störung seit Mittwoch, 30. November, um 14.41 Uhr konnte Vodafone allerdings nichts. Wir berichteten dazu bisher so: In einem kleinen Teil seines Kabelnetzes, bei insgesamt bis zu 2095 Kunden, waren Internet und Festnetz-Telefonie vorübergehend nicht verfügbar. Ursache war ein Anbindungsfehler auf genau dem unterirdischen Kabelstrang, über den diese 2095 Kunden an das Festnetz angeschlossen sind. Konkret wurde diese Zufuhrstrecke bei Bauarbeiten, mit denen Vodafone an sich nichts zu tun hatte, an mehreren Stellen durch Dritte beschädigt – sehr wahrscheinlich durch Spülbohrungen im Bereich der Emmericher Straße.

Reparaturarbeiten sind in der Planung und Ausführung sehr aufwendig

Um die Störung zu beheben, müssen dieser Kabelschaden beseitigt und ein defektes Bauteil ersetzt werden. „Diese Reparaturarbeiten sind in der Planung und Ausführung leider sehr aufwendig, denn es sind zwingend Tiefbauarbeiten erforderlich“, antwortete ein Konzernsprecher auf NRZ-Anfrage.

Das zerstörte Kabel wurden auf einer Länge von 650 Metern erneuert. Ein Dienstleister vor Ort bereitete die eigentlichen Reparaturarbeiten „sehr intensiv vor“, so der Sprecher. Aller Netzelemente wurden gemessen, Service-Techniker machten eine Bestandsaufnahmen bei mehreren Einsätzen. Sie ermittelten gleich mehrere Schadstellen.

Defektes Bauteil wird ausgebaut und durch ein neues Netzelement ersetzt

In der Nacht zum Donnerstag wurde das genaue Reparaturkonzept erstellt – unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen. Seit Donnerstagmorgen laufen die finalen Arbeiten vor Ort an der Schadstelle auf der Emmericher Straße. Dabei wird der zerstörte Kabelstrang repariert und das defekte Bauteil wird ausgebaut und durch ein neues Netzelement ersetzt. Anschließend wird die gesamte Zufuhrstrecke noch neu eingepegelt.

Um eine TV-Grundversorgung wieder herzustellen, hat das Vodafone-Team bereits am Mittwoch eine mobile Satelliten-Ersatz-Anlage nach Kleve gebracht und in Betrieb genommen. Die wichtigsten TV-Sender waren gegen 19.30 Uhr bei allen 2095 betroffenen Haushalten wieder verfügbar.

Vodafone bittet um etwas Geduld und um Entschuldigung

„Wir bitten die 2095 betroffenen Kunden bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten noch um etwas Geduld und um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten. Uns ist bewusst, dass es hier nicht nur um die technische Wiederherstellung eines zerstörten Glasfaser-Kabelstrangs geht, sondern um Kunden, die klare Kommunikationsbedürfnisse haben und den Anschluss an das Kabelnetz wünschen und benötigen“, so der Konzernsprecher.

Donnerstagmittag hieß es noch: „Wenn die Reparatur weiter glatt verläuft, werden die Kunden im Laufe des Donnerstags wieder das Internet nutzen, im Festnetz telefonieren sowie alle TV-Programme in gewohnt guter Qualität empfangen können.“ Das hat geklappt.

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