Wohnbebauung an Klever Sportplätzen

Kleve will Wohnbebauung an Sportplätzen

Auf dem Vereinsgelände von Siegfried Materborn entstehen zwei Kunstrasenplätze.

Foto: Andreas Gebbink

Auf dem Vereinsgelände von Siegfried Materborn entstehen zwei Kunstrasenplätze. Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Zwei Bebauungspläne wurden im Rat der Stadt Kleve auf den Weg gebracht. Lärmemissionen sind im Bereich Materborner Allee/Querallee ein Thema.

Der Rat der Stadt Kleve hat jetzt den Bebauungsplan für den Bereich Materborner Allee / Querallee auf den Weg gebracht. Wie berichtet soll zwischen dem Sportplatz von Siegfried Materborn und der Querallee ein Mischgebiet für Gewerbe und Wohnbebauung entstehen. Der Kreis Kleve wies bereits in einer Stellungnahme darauf hin, dass es zu Konfliktsituationen vor allem in Bezug auf Lärmemissionen kommen kann. Der Rat beschloss jetzt die Offenlage des Projektes. Anwohner und Träger öffentlicher Belange können jetzt ihre Bedenken äußern.

Verkehrslärm für Anwohner belästigend

Ingo Bredick, Vorsitzender des Vereins Siegfried Materborn, ist mit den bisherigen Gesprächen mit der Stadt Kleve zufrieden. Er geht davon aus, dass die Stadt auch an das Thema Lärmemission gedacht hat und verweist auf die entsprechende neue Ausrichtung der Sportplätze in Nord-Süd-Richtung.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung hat bereits ein Anwohner darauf hingewiesen, dass der Verkehrslärm für die Anwohner der Materborner Allee sehr belästigend ist. Die Zahl der Fahrzeuge, die täglich diese Straße befahren, sei in den letzten Jahren gestiegen. Der Anwohner befürchtet einen weiteren Anstieg aufgrund des neuen Gewerbe- und Wohngebietes und fordert ein Tempolimit auf der Grunewaldstraße von 70 auf 50 km/h.

Baudezernent sieht keine Probleme für Siegfried

Baudezernent Jürgen Rauer sieht keine Probleme für den Sportverein Siegfried Materborn. Eine Lärmprognose werde im Laufe des Verfahrens erstellt, heißt es in der Vorlage. Wie berichtet, hakten einige Ratsmitglieder im Bauausschuss kritisch nach, ob der Sportverein später möglicherweise mit Einschränkungen rechnen müsse, wenn die neuen Anwohner die Emissionen des Sportplatzes nicht hinnehmen wollen. Rauer konnte dies nicht ausschließen und sagte, dass man im schlimmsten Fall eine Lärmschutzmauer errichten müsse. Da hier ein Mischgebiet ausgewiesen werden soll, liegen auch die Grenzwerte für den Lärmschutz höher.

Thema war auch das Neubaugebiet am Hellingsbüschchen. Hier gab die CDU der Verwaltung grünes Licht, um den Bebauungsplan zu teilen. „Wir sehen keine Einschränkungen der Benutzbarkeit des Stadions“, sagte Wolfgang Gebing (CDU). Da hier vor allem Leichtathletik betrieben wird, sei auch nicht mit großen Lärmbelästigungen zu rechnen. Auch größere Turniere seien in der Vergangenheit nicht ausgerichtet worden.

Die SPD möchte das Bauvorhaben noch zurückstellen. Petra Tekath sagte, dass man erst die Klimaschutzsiedlung abarbeiten solle. Bereits heute zeige sich, dass es Probleme mit Parkplätzen gibt. „Wir können uns noch Zeit lassen“, so Petra Tekath.

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