Politik

Klever CDU bemängelt „Patzer“ der Stadtverwaltung

Das neue Pflaster vor dem Bahnhof.

Das neue Pflaster vor dem Bahnhof.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve.  Es seien jüngst zum Missfallen vieler Bürger einige Fehler passiert: die Sicherung der Kaskade, unschöne Bauprojekte und jetzt der Bahnhofsplatz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Pflaster vor dem Klever Bahnhof sorgt weiter für Diskussionen. Nachdem Bürgermeisterin Sonja Northing die Kritik an ihrer Stadtverwaltung in der NRZ zurückgewiesen hatte („Wir veräppeln den Rat nicht“), nimmt jetzt die Klever CDU-Fraktion Stellung zu den Vorgängen rund ums neue Bahnhofspflaster.

Politik könne sich nicht um Baumaßnahmen im Detail kümmern

Die Fraktion schreibt in ihrer Stellungnahme, dass sie die Aussage der Bürgermeisterin bezeichnend findet: „Bekanntlich hat die Ratskollegin Wiltrud Schnütgen in einem Zeitungsinterview die neue Pflasterung vor dem Bahnhof wegen einer unvorteilhaften Optik scharf kritisiert. Dies hat die grüne Stadtverordnete nicht erstmalig getan, sondern in allen möglichen Ausschüssen und jetzt auch in der Presse. Die Politik und damit auch der Rat können sich nicht um die Ästhetik einer jeden öffentlichen oder privaten Baumaßnahme im Detail kümmern. Dies ist primär nach einheitlicher Meinung von Politik und Verwaltung ureigene Aufgabe eben der Verwaltung und schließlich auch der Bauherren.

Frust übers Bahnhofspflaster sei zu verstehen

Nun lässt sich über Geschmack bekanntlich trefflich streiten, aber leider sind der Klever Verwaltung in jüngster Vergangenheit an einigen Stellen auffällige „Patzer“ zum Missfallen vieler Bürger wie auch Politikern unterlaufen, wie zum Beispiel die Baumaßnahmen zur Sicherung der Kaskaden, die Neubauten Frankenstraße 1 oder Arnulfstraße bis letztlich die Pflasterung am Bahnhof“, so die CDU.

Es sei bedauerlich, dass hier ohne auf eine Kritik angemessen zu reagieren Fakten geschaffen wurden, die kaum nachzubessern sein werden, so die Christdemokraten. „Da entsteht zuweilen schon der Eindruck, dass die Verwaltung ihre Vorschläge unabhängig davon umsetzt, ob es dem Rat oder den Bürgern nun gefällt oder nicht. Insofern ist die frustrierte Reaktion der Ratskollegin durchaus verständlich.“

Warum gab es keine naturfreundlichen Varianten?

Die CDU irritiere in diesem Zusammenhang besonders, dass die Bürgermeisterin Sonja Northing sich neuerdings pressewirksam lobenswert für Klima und Umwelt einsetze, in diesem Fall aber die strittige Versiegelung einer großen Fläche verteidige „statt klima- oder naturfreundliche Varianten überhaupt zu erwähnen“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben