Kultur

Klever Jugendliche fordern ein Kulturzentrum

Junge Schauspieler des Theater im Fluss fordern jetzt ein Kulturzentrum.

Junge Schauspieler des Theater im Fluss fordern jetzt ein Kulturzentrum.

Foto: Andreas Daams / NRZ Kleve

Kleve.  Den Zusicherungen des Architekten Wilmsen trauen sie nicht. Sie fordern von der Klever Politik: „Kulturzentrum jetzt!“

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In einer öffentlichen Stellungnahme fordern drei Klever Jugendliche ein Kulturzentrum für die Stadt. Delaja Ramirez, Lennart Osterkamp und Janis Krebbers kündigen an, eine Unterschriftenaktion zu starten und eine Petition an den Rat der Stadt Kleve richten zu wollen. Ihre Forderung: „Kulturzentrum jetzt!“

Panniergelände soll verkauft werden

Wie die NRZ exklusiv berichtete, soll die ehemalige Schuh- und Kulturfabrik auf dem alten Panniergelände verkauft werden. Hier befinden sich unter anderem das Theater im Fluss und einige Sportvereine. Die Eigentümerin hat dem Architekten Clemens Wilmsen ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Gegenüber der NRZ betonte Wilmsen, dass alle vorhandenen Einrichtungen nicht um ihre Existenz bangen müssten. Alle könnten bleiben. Saniert werden muss in Zukunft aber auf jeden Fall, allein schon aus Brandschutzgründen. Bislang hat die Stadt Kleve der Kulturszene immer sehr wohlwollend gegenübergestanden.

Doch dem Versprechen „Alle können bleiben“ können die Jugendlichen nur wenig Glauben schenken. Sie möchten, dass Wilmsen sein Vorkaufsrecht zugunsten einer Stiftung abtritt: „Ein Kulturzentrum soll entstehen, welches sich Klever schon lange wünschen und welches mit Sicherheit nicht in Herr Wilmsens Interesse steht. Der Investor hatte bereits die Mozartstraße gekauft, die Wohnungen „vorsichtig saniert“ und die Mieten erhöht. So verschob sich das Problemviertel Kleves in einen anderen Teil der Stadt“, so die Meinung der Jugendlichen.

Jugendkultur müsse gefördert werden

Sie fragen sich, was jetzt der alten Schuhfabrik so blühe. „Jung und Alt suchen das Panniergelände heute für ihre Freizeitaktivitäten und Treffen auf. Sei es Schauspiel, Kampfkunst, Kickern, Musik oder das reguläre Treffen mit Freunden. All das klingt schon sehr nach einem Kulturzentrum“, so die Jugendlichen in ihrer Presseerklärung.

Sie machen auf die Dringlichkeit der Situation aufmerksam. Ohne das Panniergelände könne man das Theater im Fluss vermutlich nicht weiterführen. Auch ein offenes Atelier gebe es hier und gut besuchte Kicker-Wettkämpfe. Die Jugendlichen wagen einen Vergleich: „Fast jeden Tag in das Museum Kurhaus gehen, wird schon bald langweilig aber jeden Tag das Panniergelände besuchen, ist für viele willkommene Realität.“

Petition unterschreiben

Die Kulturschaffenden sammeln jetzt Unterschriften und Veranstaltungen sind geplant. Ab sofort kann man auf der Seite www.kulturzentrum-kleve.de eine Petition unterschreiben.

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