Volksfest

Klever Kirmes bietet Nervenkitzel und Genuss

Eine Mischung aus Geister- und Achterbahn: „Spuk“ ist eine der Hauptattraktionen auf der Klever Kirmes.

Eine Mischung aus Geister- und Achterbahn: „Spuk“ ist eine der Hauptattraktionen auf der Klever Kirmes.

Foto: SPUK/Sipkema-Lutjens

Kleve.   Am Samstag beginnt das Volksfest, das bis zum 22. Juli die Besucher auf den Kirmesplatz lockt. Zur Eröffnung ziehen 700 Schützen durch die Stadt.

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Die Schausteller rangieren Imbisswagen zentimetergenau auf die vorgesehenen Plätze, bauen Bänke und Tische im Biergarten auf und putzen mit dem Wasserstrahl und Lappen ihre Fahrgeschäfte heraus. Die Parkplätze auf beiden Seiten des Spoykanals verwandeln sich in diesen Tagen in eine Stadt in der Stadt, die Nervenkitzel, Spaß und Genuss an jeder Ecke anbietet. Spätestens am Samstag, 14. Juli, werden die letzten Vorbereitungen abgeschlossen sein. Dann beginnt die Klever Kirmes, die bis Sonntag, 22. Juli, mit einigem Spektakel lockt. An allen Werktagen öffnet sie um 14 Uhr und an beiden Sonntagen um 12 Uhr.

Parade vor Haus Koekkoek

Zur Eröffnung am Samstag ziehen fast 700 Mitglieder aus 13 Schützen- und sechs Musikvereinen ab 14.45 Uhr vom Marktplatz Linde in Richtung Innenstadt. Die Parade wird zu den Klängen des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve und des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Reichswalde vor Haus Koekkoek abgenommen. Zwischen 15.20 und 15.30 Uhr erreichen die Teilnehmer des 14. Schützenumzugs schließlich die Festwiese gegenüber dem Kirmesgelände, wo die Preise aus dem Stadtpokalschießen verteilt werden und Böllerschüsse traditionell die Kirmes eröffnen. Nach dem Fassanstich durch Bürgermeisterin Sonja Northing um circa 15.45 Uhr beginnt das Schießen um den Bürgermeisterinnenpokal. Ab 16 Uhr startet die Happy Hour, bei der es eine Stunde lang ermäßigte Preise an allen Kirmesgeschäften geben wird.

Davon stehen in diesem Jahr insgesamt 75 auf dem Kirmesplatz. 572 Bewerbungen aller Art hatten die Organisatoren um Ordnungsamtsleiter Ralph van Hoof im Vorfeld erreicht. Die getroffene Auswahl hält für Kirmesfans einige Highlights bereit. Nach einem Jahr Pause bietet das beliebte Riesenrad aus 50 Metern Höhe eine tolle Aussicht über die Schwanenstadt. 55 000 Brennstellen beleuchten den Blickfang.

20 Umdrehungen pro Minuten über Kopf

Wer durchgeschüttelt werden möchte, für den dürfte der „Heartbreaker“ mit 20 Umdrehungen pro Minute über Kopf das Richtige sein. Auch der große „Breakdancer“, den es nur dreimal in ganz Deutschland gibt, ist ein wildes Erlebnis.

Beim „Waterball“ können Kinder in durchsichtigen Kugeln übers Wasser laufen, das auch bei der Wildwasserbahn die entscheidende Rolle spielt. Im 232 Meter langen Kanal werde man garantiert zweimal nass, stellt Ralph van Hoof fest. Die weithin sichtbare Attraktion „Spuk“ ist eine aufregende Mischung von Geister- und Achterbahn, der „Beachjumper“ ermöglicht in 16 verschiedenen Fahrprogrammen Freifall- und Wassereffekte und auf dem fliegenden Teppich – nach Schausteller-Angaben mit 27 Metern Höhe und 32 Metern Spannweite der höchste und größte seiner Art in Europa – geht es in die Luft.

Heilige Messe auf dem Autoscooter

Neu auf der Klever Kirmes ist das 200 Quadratmeter große „Laser Tag“-Areal, auf dem sich die Besucher mit Lasergewehren verfolgen können. Zu den vier Fahrgeschäften für Kinder gehört unter anderem eine Reitbahn – „eines der führenden deutschen Ponygeschäfte“, stellt van Hoof fest.

Besinnlich wird es am Dienstag, 17. Juli, um 10 Uhr bei der Heiligen Messe mit Pfarrer Sascha Ellinghaus auf dem Autoscooter der Familie Norrmann zugehen. Dabei wird auch eine Taufe gefeiert. Am Donnerstag, 18. Juli, wird zunächst ein Familientag mit Ermäßigungen auf allen Fahrgeschäften aufgerufen, und abends ist „halb Kleve bei der Kirmes auf den Beinen“, wie Dirk Janßen, Vorsitzender des Schaustellerverbands Kleve-Geldern, sagt.

Das große Finale am Sonntag, 22. Juli, beginnt mit einem Frühschoppen und ermäßigten Preisen auf den Kinderfahrgeschäften von 12 bis 14 Uhr. Wenn es dunkel wird, erleuchtet schließlich das große Feuerwerk den Klever Himmel. Mit Einverständnis der Hochschule wird es diesmal vom alten Lastkran auf dem Campus abgeschossen.

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