Kirmes Kleve

Klever Kirmes in diesem Jahr mit Kanonenschlag eröffnet

Die Kirmes ging aus Schützenfesten hervor. In Kleve kamen beide in alter Tradition wieder zusammen.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Die Kirmes ging aus Schützenfesten hervor. In Kleve kamen beide in alter Tradition wieder zusammen. Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Nervenkitzel und Leckereien beim größten Volksfest im Nordkreis bis Sonntag, 23. Juli, in der Unterstadt Kleve. Zum Auftakt defilieren Schützen.

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Das ist auch mal ‘nen Schnappschuss wert: Deutsche Schützen defilieren an Café-Kunden in der Fußgängerzone und an Majestäten auf dem Koekkoekplatz vorbei. Nicht nur Klever, auch ausländische Jugendliche zückten ihr Handy zum Fotografieren.

Schaulustige und lustige Schauer trafen aufeinander. Ziel der Hunderten Uniformierten war am Samstag die Wiese am Rilano-Hotel Cleve gegenüber der Kirmes.

Eröffnung und Ehrungen durch Bürgermeisterin

Denn seit ein paar Jahren erinnert sich die Schützenschaft, wie sehr beides zusammen gehört. So ehrte denn die Bürgermeisterin Sonja Northing die Zielsicheren aus den Vereinen (siehe Bericht Lokalseite 3) auf der Wiese mit Pokalen.

Nicht nur ihr Fassanstich, sondern auch ein ohrenbetäubender Kanonenschlag eröffnete erstmals die Kirmes – „Bitte zehn Meter Sicherheitsabstand halten“: Die Kanone hatten die schmucken Mitglieder der Emmericher Stadtgarde unter Kommandant Bert Gricksch mitgebracht. „Die Kirmes wird jedes Jahr schöner“, fand Mitorganisator Stephan Derks (Kulturamt).

Auf der Kirmes: Nervenkitzel und Pfeilewerfen

Zielsicherheit konnten die Kirmesbesucher dann auch auf den beiden durch eine Brücke übern Spoykanal verbundenen Kirmesplätzen – Ludwig-Jahn-Straße und Hafenstraße/Wiesenstraße – beweisen: die Kleinsten beim Entenangeln, größere beim Pfeilwerfen auf Luftballons, Große an der Schießbude.

Der Duft von süßen Mandeln und Krakauer Würstchen, Reibekuchen und Popkorn kitzelt die Nase, es gibt Champignons, Lachsbrötchen, ungarische und chinesische Küche, Lakritze und Zuckerstangen.

Eisbären und lächelnde braune Emoticon-Haufen baumeln als Plüsch-Gewinn an den Losbuden, Stände verkaufen „Spinner“ und Klebe-Tattoos. Extrem hoch geht es mit dem 16-Sitzer am Schwenkarm „X-Faktor“ rauf, extrem schnell machen der „Break Dancer“ und die „Turbine“ Laune, extrem über Kopf und seitlich hoch überrascht der „Nightstyle“ seine in Reihe sitzenden Passagiere bis zum grellen Kreischen. „Haste das auch als Klingelton?“ gurrt die Sexy-Stimme des jungen Karussell-Lenkers die quietschenden Mädels an.

Tierschützer fordern Abschaffung des Pony-Reitens

Am Straßenrand der Hafenstraße hatten sich Tierschützer postiert und forderten auf Plakaten die Abschaffung des Pony-Reitens auf Kirmessen.

Nervenkitzel bringt das größte Volksfest im Norden des Kreises Kleve nun bis Sonntag, 23. Juli, in die Unterstadt – und in die Ohren der für die Prüfung büffelnden Studenten in der Hochschule Rhein-Waal nebenan.

Öffnungszeiten der Kirmes Kleve

Geöffnet ist die Kirmes vom heutigen Montag bis Mittwoch jeweils 14 Uhr bis Mitternacht. Am Dienstag 18. Juli, beginnt um 10 Uhr eine hl. Messe auf dem Autoscooter der Firma Breuer. Am Donnerstag, dem Familientag mit stark ermäßigten Preisen an allen Geschäften, öffnet die Kirmes von 14 bis 3 Uhr nachts, am Freitag 14 bis 2 Uhr, am Samstag 14 bis 3 Uhr. Am Sonntag, 23. Juli, laufen Karussells und Budenverkäufe von 12 Uhr bis Mitternacht. Ein großes Höhenfeuerwerk gibt es gegen Einbruch der Dunkelheit.

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